Vor 75 Jahren, im Januar 1934, waren sie die Stars der New York Motor Show: die neuen Chrysler Airflow und DeSoto Airflow. Die unter aerodynamischen Gesichtspunkten gestalten Stromlinienwagen erregten großes Aufsehen und setzten einen wichtigen Meilenstein im Automobilbau.

Chrysler Airflow: erstes Großserien-Stromlininenauto der Welt
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 15. Januar 2009
Mut zum Risiko: Konzern-Chef Walter P. Chrysler wusste damals genau, dass er mit dem Airflow-Programm eine automobile Revolution startete – und Gefahr lief, einen Flop zu landen. „Again Chrysler revolutionizes the motor car“ ließ er 1934 – mit Blick auf den ersten Chrysler – verlauten. Eine Revolution war der Airflow in der Tat, allerdings eine, der die Geschichte des Automobilbaus nicht die Aufmerksamkeit angedeihen ließ, die sich Walter P. Chrysler erhofft hatte.
Erstmals in der Geschichte des Automobils wagte ein Großserienhersteller den Bau einer echten selbsttragenden Ganzstahl-Karosserie, die zudem leichter und dennoch 40mal (!) verwindungssteifer als die althergebrachten Karosserien war und außerdem noch mehr Sicherheit bei einem Unfall bot.
| Imposant: der Airflow Custom Imperial von 1934 – der erste serienmäßig gebaute Personenwagen mit einer einteiligen, gebogenen Windschutzscheibe aus Sicherheitsglas. |
Mit insgesamt fünf Radständen und fünf verschiedenen Motorvarianten kam die Neuschöpfung auf den Markt – wobei die Chrysler Airflow generell von Reihenachtzylindern und die kleineren DeSoto-Pendants von Reihensechszylindern angetrieben wurden. Die Motoren der Airflow-Modelle fanden über statt hinter der Vorderachse Platz – erstmals bei einem amerikanischen Großserienauto. Dadurch konnte der Fahrgastraum insgesamt weiter nach vorne rücken. Zudem schenkten die drei Chrysler-Chefingenieure Fred Zeder, Owen Skelton, Carl Breer („Die drei Musketiere“) dem Fahrkomfort der Airflow-Modelle besondere Aufmerksamkeit, indem sie die Federung mit einem ausgeklügelten System optimierten.
| In diesem Modell-Windkanal entwickelten die Chrysler-Ingenieure die Grundform des Airflow. Zweiter von rechts: Chrysler-Designer Oliver Clark. |
Gut sechs Jahre Entwicklungszeit steckten in dem Chrysler Airflow-Projekt. Doch so gründlich vorbereitet es mit Grundsatzstudien im Sommer 1927 begonnen hatte – produktionstechnisch war der Stromlinien-Chrysler eine Frühgeburt. Als der Airflow präsentiert wurde, war er noch nicht produktionsreif. Und als die ersten Wagen ab April 1934 dann unausgereift und mit Kinderkrankheiten behaftet ausgeliefert wurden, war der Ruf rasch ruiniert.
Auch die zu zaghaften Faceliftings in den Folgejahren änderten daran nichts: Dem Chrysler Airflow war kein langes Leben beschieden: Bereits 1937 erschienen die letzten Airflow-Varianten von Chrysler, nachdem die DeSoto Airflow-Produktion bereits im Jahr 1936 beendet wurde.
Insgesamt 55.569 Airflow-Modelle wurden in den vier Jahren gebaut.
Insgesamt 55.569 Airflow-Modelle wurden in den vier Jahren gebaut.
| Weniger radikal als seine Vorgänger gestylt präsentiert sich der Airflow Model C17 von 1937, doch auch die Facelifting-Operationen brachten keine Käufer. |
© Fotoquelle / Bildrechte: Chrysler

TERMINE
| 12.02.2012 LOVE BUGS PARADE 2012 | |
| 17.02-18.02.2012 Aflenzer Winterclassic | |
| 02.03-04.03.2012 Antwerp Classic Salon 2012 | |
| 15.03-15.10.2012 42. Int. Zielfahrt nach Steyr | |
| 21.03-25.03.2012 Techno-Classica Essen 2012 | |
| 07.04.2012 51. Int. Oldtimer – Fahrzeug – und Teilemarkt |
Bei uns finden Sie
Top-Händler
Hier finden Sie Ihren kompetenten
Profi-Gutachter










