Vom 19. bis 21. Februar findet zum fünften Mal Berlins Automesse MotorWelt unter dem Funkturm statt. Knapp 60.000 Besucher fanden vergangenes Jahr den Weg zu den Hallen unter dem Funkturm.

Berliner Oldtimer-Busse und Honeckers Jagd-Wagen
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 09. Februar 2010
Neben Neuwagen und Tuning nimmt die „Oldtimerwelt“ einen großen Platz auf der Schau ein. Darunter sind einige außergewöhnliche Pretiosen, so vom Horch Museum oder ein perfekt restaurierter 1958er Edsel Corsair. Die von Ford eingeführte Untermarke war vor über 50 Jahren der größte Flop der Autohistorie – entsprechend wenige Fahrzeuge gibt es heute noch.
Ausgestellt wird außerdem ein ganz besonderer Youngtimer: der zum Jagdwagen umgebaute Range Rover von Erich Honecker, der zeigt, wie die Genossen Luxus genossen. 68 Zentimeter kürzer verließ der Range Rover 1985 seine englische Geburtsstätte, um 68 Zentimeter verlängert, mit einem Landaulet-Halbcabrio-Dach ausgestattet, versah er dann seinen Dienst bei Hobby-Jäger Honecker und seinen Mitstreitern bis zum Ende der DDR. Insgesamt drei derart vom westdeutschen Karosseriebaubetrieb Rometsch ausgestattete Fahrzeuge gab es im DDR-Fuhrpark, die Angaben über die Kosten reichen von 200.000 Westmark bis zu über eine halbe Million Mark.
Allein der Dachmechanismus für das Landaulet-Verdeck, das das Stehen im Fond auch während der Fahrt ermöglichte, soll 68.000 DM gekostet haben, so viel wie der Original-Range bei seiner Auslieferung. Komfortabel ausgestattet mit Lammfell, Standheizung und natürlich der Schussvorrichtung in der Fondtür, stammten auch alle anderen Zubehörteile wie etwa die Seilwinde oder die (Bundeswehr-) Suchscheinwerfer aus dem Westen. Einzig der lindgrüne Lack wurde von einem DDR-Kombinat zugeliefert. Wenzel Nowak von der Geländewagen-Galerie Berlin hält das Fahrzeug heute in seinem Originalzustand in Ehren und zeigt es nur bei besonderen Anlässen wie auf der OldtimerWelt unter dem Funkturm.
Eine gegensätzliche Welt zeigt die Ausstellung zur Geschichte des Berliner Busverkehrs.
Der Bus-Betrieb Berlins blickt auf eine lange Tradition zurück. Was mit dem Pferdeomnibus begann, setzte sich seit 1905 mit dem ersten Einsatz von Kraftomnibussen fort. So richtig ging es dann aber mit der von der Stadt Berlin am 1. Januar 1929 gegründeten Berliner Verkehrs-Aktien-Gesellschaft – kurz BVG – los .Wurden im Jahr 1875 14 Millionen Passagiere per Pferdefuhrwerken befördert, sind es heute 350 Millionen Fahrgäste jährlich. Über 20 Fahrzeuge aus der wechselvollen Geschichte des Busverkehrs in Berlin werden unter dem Funkturm präsentiert.
Der Bus-Betrieb Berlins blickt auf eine lange Tradition zurück. Was mit dem Pferdeomnibus begann, setzte sich seit 1905 mit dem ersten Einsatz von Kraftomnibussen fort. So richtig ging es dann aber mit der von der Stadt Berlin am 1. Januar 1929 gegründeten Berliner Verkehrs-Aktien-Gesellschaft – kurz BVG – los .Wurden im Jahr 1875 14 Millionen Passagiere per Pferdefuhrwerken befördert, sind es heute 350 Millionen Fahrgäste jährlich. Über 20 Fahrzeuge aus der wechselvollen Geschichte des Busverkehrs in Berlin werden unter dem Funkturm präsentiert.
Die MotorWelt ist über den Haupteingang Süd an der Jafféstraße zu erreichen. Die Hallen sind an allen Tagen von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Eintrittspreise betragen für die Tageskarte 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
© Fotoquelle / Bildrechte: Messewelten GmbH Berlin
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