Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 27. April 2009
Hondas Vierzylinder CB750 markiert den wichtigsten Meilenstein in der Motorradgeschichte der Nachkriegszeit. Vor 40 Jahren, im April 1969, wurden die ersten Maschinen nach USA und Kanada ausgeliefert.
Ende der 1960er Jahre: Die Motorradbranche lag am Boden, die Autobranche boomte und wenige wollten noch ein Zweirad fahren – wo man sich doch nun endlich ein mobiles Dach über dem Kopf leisten konnte. Sogar BMW überlegte seinerzeit die Motorradproduktion stillzulegen.
Mit der Honda CB 750 begann 1969 der Motorradboom.
Die CB 750 bei ihrer Vorstelung auf der Tokyo Motor Show 1968.
Und dann kam Honda mit der CB 750: Schon bei ihrer Vorstellung am 25. Oktober 1968 auf der Tokyo Motorshow 1968 waren sich alle einig: diese Maschine schreibt Geschichte im Motorradbau. Mit ihrem leistungsstarken, quer eingebauten Vierzylinder-Reihenmotor, der obenliegenden Nockenwelle, dem 5-Gang-Getriebe und der Scheibenbremse vorn schockte sie die Konkurrenz.
Das erste Superbike, auf Basis der Rennsporterfahrungen von Honda entwickelt, löste einen Motorradboom aus, der bis heute anhält. Selbst Soichiro Honda hatte nicht mit einer Massennachfrage gerechnet - eher mit einem "kleinen Kreis von interessierten Liebhabern". Wenig später mußte er sich mit der Bedeutung des Wortes "Lieferzeit" auseinandersetzen.
Sensation in Daytona 1970: Dick Mann gewinnt das 200-Meilenrennen.
Und auch im Rennsport war die Maschine erfolgreich: Im März 1970 gewann der Amerikaner Dick Mann auf einer Honda CB 750 Four das 200 Miles Race in Daytona – erstmals siegte keine amerikanische oder englische Maschine bei diesem Rennen.
Wer sich in die Geschichte der CB 750 vertiefen möchte, dem sei das Buch von Reinhard Hopp empfohlen: Honda CB 750. Das Motorrad des Jahrhunderts, Motorbuch Verlag, ISBN 3-613-02545-0, 24,90 Euro.