| Peugeot Quadricycle beim ersten Automobilrennen Paris-Rouen, 1894. |

Alpenfahrten: Demonstration der Zuverlässigkeit
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 02. September 2010
Höhepunkt einer jeden Tour de France sind die legendären Bergetappen: Alljährlich werden hier Mensch und Maschine ihre Grenzen aufgezeigt. Einer ähnlichen Herausforderung stellten sich bereits im 19. Jahrhundert die Pioniere des Automobilbaus, um die Zuverlässigkeit und Robustheit ihrer Fahrzeuge zu demonstrieren.
Auch Armand Peugeot ließ bereits 1891 seinen Typ 3 Quadricyle mit einem 565 Kubikzentimeter großen Zweizylindermotor mit 2 PS auf der Strecke Paris-Brest mitfahren, um die Robustheit seiner Produkte zu demonstrieren. Hin und zurück insgesamt 2.047 Kilometer. Die erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit war 14,71 km/h. Zur damaligen Zeit eine Sensation. Vier Jahre später überwand eine Peugeot Quadricycle als erstes Benzinauto den Gotthardpass in der Schweiz. Diese Leistung wirkt umso beeindruckender, wenn man sich die äußeren Bedingungen vor Augen führt: ausgefahrene Sand- und Schotterwege, Maultierpfade, landwirtschaftliche Wege für Pferdedroschken. Apotheker verkauften Benzin in kleinen Mengen, eine Infrastruktur war nicht vorhanden. Nur die zuverlässigsten Autos hielten diese Strapazen aus. 1897 startete auf der Straße von La Turbie oberhalb von Monaco das erste Bergrennen der Motorsport-Geschichte im Rahmen des Rennens Marseille - Monte-Carlo. Sieger im Gesamtklassement der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor war Peugeot.
Um Autos zuverlässig und bergtüchtig zu machen, musste man andere Wege gehen als Rennen fahren. Das Ziel in der Automobilproduktion hieß Zuverlässigkeit. Das war die Geburtsstunde der Alpenfahrten als Zuverlässigkeitswettbewerbe. Auch die inzwischen gegründeten Automobilclubs verstanden relativ schnell. So schrieb 1907 der Österreichische Automobilclub die erste Prüfungsfahrt für kleine Autos aus, die dann 1910 mit der ersten Alpenfahrt begann. Vom 15. bis 18. September 2010 feiert die österreichische Alpenfahrt ihr 100-jähriges Jubiläum und ist damit die älteste, noch existierende Rallye der Welt. Zwar sind unter den 150 Teilnehmerfahrzeugen keines von 1910 dabei, aber immerhin doch ein Frazer-Nash Supersports und ein Lancia Lambda Torpedo, jeweils Baujahr 1927.
Um Autos zuverlässig und bergtüchtig zu machen, musste man andere Wege gehen als Rennen fahren. Das Ziel in der Automobilproduktion hieß Zuverlässigkeit. Das war die Geburtsstunde der Alpenfahrten als Zuverlässigkeitswettbewerbe. Auch die inzwischen gegründeten Automobilclubs verstanden relativ schnell. So schrieb 1907 der Österreichische Automobilclub die erste Prüfungsfahrt für kleine Autos aus, die dann 1910 mit der ersten Alpenfahrt begann. Vom 15. bis 18. September 2010 feiert die österreichische Alpenfahrt ihr 100-jähriges Jubiläum und ist damit die älteste, noch existierende Rallye der Welt. Zwar sind unter den 150 Teilnehmerfahrzeugen keines von 1910 dabei, aber immerhin doch ein Frazer-Nash Supersports und ein Lancia Lambda Torpedo, jeweils Baujahr 1927.
© Fotoquelle / Bildrechte: Peugeot

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