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ADAC Eifelrennen präsentiert historische Formel 1 und DTM
Autor: Uschi Kettenmann · 04. September 2009
Der spätsommerlichen Höhepunkt im Motorsportkalender ist das ADAC Eifelrennen vom 25. bis 27. September 2009 am Nürburgring. Das seit 1927 ausgetragene Rennen ist nicht nur die traditionsreichste Veranstaltung auf der an Geschichte nicht armen Rennstrecke, sondern auch ein Treffpunkt für Rennsport-Preziosen. Klassische Formel-1-Boliden und Tourenwagen aus den frühen Tagen der DTM geben sich ebenso die Ehre wie ein vielfältiges Feld von Vorkriegsfahrzeugen und historischen Tourenwagen und GTs.
ADAC Eifelrennen Bugatti Classic Driver
Beim Eifelrennen gibt es rare Rennsport-Preziosen wie diesen Bugatti zu bewundern.
Nach der erfolgreichen Veranstaltung im Vorjahr bleiben die Organisatoren beim ADAC Nordrhein den Kernpunkten ihres Konzepts auch 2009 treu – mit der ganzen Bandbreite der Nürburgring-Historie wie auch die Geschichte seiner ältesten Veranstaltung. Das über 80 Jahre alte Event präsentiert folgerichtig den Vorkriegs- wie den Nachkriegssport.
ADAC Eifelrennen Nürburgring historisches Fahrerlager
Das historische Fahrerlager beherbergt die Vorkriegsfahrzeuge.
Im historischen Fahrerlager, das seit dem Bau in den 1920er Jahren nahezu unverändert genutzt wird, sind die ältesten Fahrzeuge des Wochenendes untergebracht. Hier präsentiert etwa Mercedes-Benz besonders wertvolle Schmuckstücke aus dem Unternehmensmuseum, hier treffen sich die Teilnehmer des „Classic Drivers Club“, um das Flair der 1920er und 1930er Jahre aufleben zu lassen. Im liebevoll ausgeschmückten Original-Paddock entsteht so eine einzigartige Atmosphäre.
ADAC Eifelrennen Tyrrell P34-5
Einer von vielen: Tyrrell P34-5 von 1976.
Der jüngere Teil des Starterfeldes ist im Boxengebäude und im modernen Fahrerlager untergebracht. Auch hier legen die Organisatoren großen Wert auf eine gelungene Präsentation. „Im vergangenen Jahr wurde viel Mühe in die Ausgestaltung der Fahrerlagerflächen investiert“, erklärt Organisationsleiter Peter Geishecker vom ADAC Nordrhein. „Das Ergebnis war nicht nur eine sehr gelungene Kulisse, in der sich Zuschauer und Teilnehmer sichtbar wohl gefühlt haben. Es entspricht auch unserem Anspruch, die Historie der Strecke und des Events würdig zu präsentieren.“
Zu den am dichtesten umlagerten Fahrzeugen beim Eifelrennen dürften auch in diesem Jahr die Renner der FIA Historic Formula 1 Championship gehören, die in der Eifel ihr Saisonfinale austragen. Die spektakulären Fahrzeuge aus der Königsklasse datieren aus den Jahren 1966 bis 1985 und sorgen für ein Wiedersehen mit manch berühmten Boliden.
ADAC Eifelrennen Formel 1
Hautnah zu erleben: historische Formel Renner der Formel Vau und Super-Vau.
Zum ersten Mal ist außerdem die FIA Lurani Trophy zu Gast, in der ehemalige Formel-Junior-Fahrzeuge an den Start gehen. Auch hier steht beim Eifelrennen das letzte Saisonrennen an, was für ein gut gefülltes Starterfeld und Action auf der Strecke sorgen dürfte. Mit den beiden Formel-Championaten sind alle historischen Rundstreckenserien des Motorsport-Weltverbandes FIA beim ADAC Eifelrennen vertreten – ein Ritterschlag der ganz besonderen Art, den nicht viele internationale Motorsportevents empfangen.
ADAC Eifelrennen Ford Capri
War einst Hecht im Karpfenteich der DTM: Ford Capri, 1980.
Ein Highlight im neuen Fahrerlager des Nürburgrings wird erneut das große „Legendenzelt“ sein, in dem die Organisatoren alljährlich einen besonderen Schwerpunkt setzen. Diesmal sind es Fahrzeuge aus der DRM und der DTM, die nicht nur im Zelt bestens präsentiert werden, sondern die auch zu Revivalfahrten auf die Strecke gehen werden. „Das Eifelrennen war jahrelang ein wichtiger Bestandteil der Rennkalender von DRM und DTM“, erläutert Orgaleiter Peter Geishecker die Hintergründe, „es lag deshalb nah, dass wir uns in diesem Jahr diesen legendären Fahrzeugen widmen.“
Mercedes-Benz 190 Evo „Berlin 2000“-Lackierung
Mercedes-Benz 190 Evo mit der „Berlin 2000“-Lackierung von 1993.
Unter anderem wird ein Mercedes-Benz 190 Evo in „Berlin 2000“-Lackierung von 1993 dabei sein, den Ellen Lohr einst pilotierte. Ex-DTM-Fahrer Harald Grohs bewegt jenen BMW M3, mit dem er den ersten Sieg eines M3 erzielte. Viele weitere Fahrzeuge – vom Opel Commodore aus der DRM bis zum Ford Mustang– werden außerdem erwartet.
Ein Schwerpunkt der besonderen Art erwartet Besucher in der Mercedes-Arena. Dort werden sich im Rahmen eines großen Clubtreffens viele historische Fahrervereinigungen und Markenclubs treffen. Hunderte bestens gepflegter Fahrzeuge sind hier zu sehen, die ultrasportliche Traumwagen von einst ebenso wie die kleinen BMW 700, die in diesem Jahr ihr 50jähriges Jubiläum feiern.
© Fotoquelle / Bildrechte: ADAC Nordrhein e.V.
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