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Einzig, nicht artig: Individuelle Custom Bikes
Autor/Redaktion: Gerhard Prien · 31. Januar 2012
Der Name ist Programm: Wrenchmonkees, also Schraubenschlüssel-Affen, das sind Per Nielsen, Nicholas Bech und Anders Ingvartsen. Im dänischen Kopenhagen verwandeln die drei in ihrer Manufaktur Serienbikes in höchst individuelle Motorräder, die auffallen wie ein Kondomautomat im Vatikan.
Wrenchmonkee Club Black auf Basis einer Honda CB 750 K.
Wrenchmonkee Club Black auf Basis einer Honda CB 750 K.
Die Jungs sorgen mit ihren Konstruktionen auch international für Aufsehen. Bei der Wahl der Ausgangsprodukte sind die Dänen nicht festgelegt. Sie sind der Auffassung, dass fast jeder Hersteller ein Modell im Angebot hat, aus dem man ein Monkee Bike stricken kann. Und so bauen die drei Motorräder aus deutscher, italienischer, britischer, amerikanischer und japanischer Fertigung um. Zu Bikes, bei denen es weniger auf brutale Leistung ankommt als auf eine klare Linie. Zweiräder mit minimalistischer Ästhetik, ohne überflüssigen Schnick-Schnack. Motorräder im besten Wortsinne also, aufs Wesentliche reduziert. Rahmen, Motor, zwei Räder, Bremsen, Beleuchtung – that’s it. Und das reicht ja auch. Heraus kommen Motorräder im Stile eines Cafe Racers, eines Retro-Bobbers oder ein Rat-Bike. Für ihre Unikate stürzen sich die Monkees respektlos auch schon mal auf Kult-Bikes wie eine 750-er Ducati SS, Yamahas XS oder SR 500 oder eine Z 750 Kawasaki. Auch so gegensätzliche Bikes wie eine Yamaha XT 500, eine Harley-Davidson Sportster oder die Zweitakt-Rakete Yamaha RD 400 haben sie schon in sehenswerte Unikate verwandelt. Selbst vor einer Ikone wie der Honda CB 750 Four machen die unerschrockenen Jungs nicht halt. Und sie haben Erfolg damit. Eines ihrer Einzelstücke, die Monkee #11, wurde sogar schon im Danish Museum for Arts and Crafts und im Rojo Artspace in Barcelona ausgestellt.
Wrenchmonkee Monkee #11 auf Basis einer Honda CB 750 Four
Die Monkee #11 auf Basis einer Honda CB 750 Four wurde bereits in Kunstmuseen ausgestellt.
Der erste Schritt zu einer echten Wrenchmonkee beginnt damit, dass sich der künftige Besitzer Gedanken über das Motorrad macht, das als Basis für den Umbau herhalten soll. Dann können die Dänen ans Werk gehen. Sie unterscheiden zwischen „Standard-“ und „Custom“-Bikes. Wegen der oft weitreichenden Änderungen an den Fahrzeugen sind Straßenzulassungen für letztere nicht immer drin. Die Wrenchmonkees bauen schon mal einen Riemen- auf Kettenantrieb um, Chromteile ab und selbstgefertigte Bauteile an. Dazu zählen dann, je nach Kundenwunsch, Lenke, Tank, Sitzbank, Heckpartie oder Auspuff. Die Kosten für einen Umbau sind vom getriebenen Aufwand abhängig. Mit mindestens 9.000 Euro sollte ein interessierter Kunde jedoch rechnen.
Kategorie(n):
Lifestyle
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© Fotoquelle / Bildrechte: Wrenchmonkees
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