| Ein erstes Designmodell des T3, das vor allem bei der Frontpartie noch weit von der Serie entfernt war. |

Sonderausstellung 30 Jahre T3
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 29. September 2009
Zugegeben: Der Alltag hat ihn mancherorts noch voll im Griff. Und doch steht er auf der Schwelle zum Klassiker. Vor 30 Jahren lief der erste T3 vom Band. Unter dem Titel „30 Jahre Volkswagen Bulli T3“ widmet das AutoMuseum Volkswagen der dritten Transporter-Generation ab 1. Oktober 2009 eine eigene Ausstellung.
Dank der Unterstützung von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer, die aus ihrem Bestand zahlreiche originale oder original- und detailgetreu restaurierte T3-Modelle beisteuern, stellt die Ausstellung die komplette Bandbreite des T3 dar. Darunter sind beispielsweise das so genannte Berlin-Taxi, ein Turbodiesel mit Automatik, den es im normalen Verkaufsprogramm nicht gab, oder der Multivan, den ein ZDF-Kameramann erworben hat, um sein Modellflugzeug mit eingebauter Kamera transportieren zu können.
Begonnen hatte die Entwicklung des T3 mit der so genannten Nutzwertanalyse. Sie erklärt, warum sich Volkswagen damals wie bei den beiden vorangegangenen Transporter-Generationen auch weiterhin für den luftgekühlten Boxermotor im Heck entschied – dies, obwohl Ende der 1970er Jahre längst die wassergekühlten Frontmotor-Modelle Golf, Polo und Co. den luftgekühlten Volkswagen den Rang abgelaufen hatten. Der Diesel, 1981 beim T3 eingeführt, entwickelte sich schnell zum meistgeorderten Aggregat dieser Fahrzeugklasse. Und auch der Luftboxer fand 1982 Ablösung durch einen Wasserboxer.
Seit seiner Markteinführung im Mai 1979 erfreute sich der T3 großer Popularität beim Kunden. Das Modellprogramm war unterteilt in die Nutzfahrzeugvarianten (Kastenwagen, Pritsche, Doppelkabine) für Handel und Handwerk sowie in die Bus-Modelle (Sieben-, Acht-, Neunsitzer, Caravelle, Multivan) für die Personenbeförderung und die Reisemobile.
Hinsichtlich des Designs passte man den T3 dem damaligen Zeitgeist an: eckig und kantig war in. Die Karosserieform des T3 wurde an die des größeren LT angelehnt, um innerhalb der Nutzfahrzeug-Reihen eine optisch einheitliche Linie präsentieren zu können.
Zwei wichtige technologische Meilensteine bildeten der 1985 eingeführte Allradantrieb und der sogenannte Oettinger-Bus. Unter dem Namen „syncro 4x4“ war der allradgetriebene T3 für fast jede Modellvariante erhältlich. Der Oettinger-Bus hingegen war mit seinem Sechszylinder-Wasserboxer und 180 PS ein echtes Sportgefährt.
Begleitend zur Ausstellung in der Wolfsburger Dieselstraße , die bis zum 23. Dezember 2009 läuft, hat Volkswagen eine kleine Broschüre mit den wichtigsten Fakten der T3-Geschichte aufgelegt. Sie ist ab 1. Oktober im Auto-Museum erhältlich. Auf Wunsch wird sie auch per Post versandt.
© Fotoquelle / Bildrechte: AutoMuseum Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge
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