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Motorrad-Ikonen in Hockenheim
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 23. November 2010
Im Frühjahr war die Ausstellung „Motorrad Ikonen“ im ZeitHaus der Autostadt in Wolfsburg zu sehen (wir berichteten – siehe weiterführenden Link unten). Nun ist sie im Motor-Sport-Museum am Hockenheimring zu bewundern. Bei den raren Ausstellungsstücken handelt es sich um 21 ausgewählte Exponate von insgesamt 50 motorisierten Zweirädern aus außergewöhnlichen Privatsammlungen, die im gleichnamigen Bildband von Brigitta König und Stefan Knittel (Verlag Delius Klasing, ISBN 978-3-7688-5290-6, 39,90 Euro) porträtiert wurden.
Motorrad Ikonen Motor-Sport-Museum am Hockenheimring
21 Motorrad-Ikonen sind derzeit im Motor-Sport-Museum am Hockenheimring zu sehen.
„Motorradbau braucht Leidenschaft, er ist ein Kunsthandwerk für Ingenieure, die in ihrem Herzen jung geblieben sind“, sagte noch 1960 BMW-Direktor Helmut Werner Bönsch anlässlich der Präsentation der neuesten Modelle. Dieses Kunsthandwerk stellt das Buch eindrucksvoll vor. Die für den Bildband mit Licht und Kamera meisterhaft inszenierten Motorräder aus Deutschland, Frankreich, England, Schweden, USA, der Schweiz, den Niederlanden und Österreich wurden zwischen 1902 und 1939 gefertigt. Viele waren schon damals Liebhaberobjekte, ließen sich doch zahlreiche neue Ideen zuerst in kleinen Manufakturen in Handarbeit durch talentierte Techniker verwirklichen, bevor die später übliche industrielle Serienfertigung einsetzte. Der Gestaltungsreichtum spiegelt zeitgenössische Trends in Kunst, Design und Architektur wider.

Für den interessierten Betrachter der Ausstellung im Motor-Sport-Museum bietet sich die Möglichkeit, viele Details an den Motorrädern eingehend studieren zu können. Der Bogen spannt sich hierbei von der schwedischen Husqvarna aus dem Jahr 1912 mit einem Moto Reve-Motor aus der Schweiz bis zur Indian-Vierzylinder aus den USA von 1938. Aus Deutschland sind die Marken Atlantis, Bayerland, Cockerell, Diamant, DKW, D-Rad, Mabeco und Schüttoff vertreten. Ascot-Pullin, Excelsior, Wooler und Zenith sind seltene englische Fabrikate, aus Frankreich stammen Alcyon, Dollar, Koehler-Escoffier, Magnat-Debon und Majestic, dazu kommen Schmid (Schweiz), Eysink (Niederlande) sowie die erwähnten Husqvarna (Schweden) und Indian (USA).

„Motorrad Ikonen“ bilden ein weiteres Highlight der seit 2008 erheblich ausgeweiteten Präsentation von über 180 Motorrädern im Motor-Sport-Museum am Hockenheimring. Im Erdgeschoss erwartet den Besucher eine der weltweit bedeutendsten Rennmotorrad-Ausstellungen während es im Zwischendeck Besonderheiten des deutschen wie auch internationalen Motorradbaus zu entdecken gilt.
Kategorie(n):
Museen
Bücher
Oldtimer
© Fotoquelle / Bildrechte: Hockenheimring
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