Auf der Rétromobile 2012 (1. bis 5. Februar 2012) erinnert Mercedes-Benz Classic an einen ganz besonderen Triumph: Vor 60 Jahren endete das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit einem spektakulären Doppelsieg, eingefahren mit dem Sportwagen vom Typ 300 SL (Baureihe W 194). Die beeindruckenden Rennerfolge des Flügeltürers wurden zum Grundstein der bis heute rund um den Globus anzutreffenden Begeisterung für die SL-Baureihe von Mercedes-Benz.

Le Mans-Sieger auf der Rétromobile
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 02. Februar 2012
Drei Originalfahrzeuge aus der Classic-Sammlung, die 1931, 1952 und 1989 in Le Mans erfolgreich waren, zeigt die Stern-Marke auf dem rund 400 Quadratmeter großen Messestand in Halle 3: Neben dem originalen Mercedes-Benz 300 SL (W 194) mit der Fahrgestellnummer 06sind auch ein Typ SSK aus dem Jahr 1931 sowie einen Sauber-Mercedes C9 von 1989 zu sehen. Der Messeauftritt wurde in Abstimmung mit Mercedes-Benz France gestaltet.
Mit dem 300 SL trat Mercedes-Benz im Jahr 1952 und damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder im internationalen Motorsport an. Am 15. Juni gewann das Team Hermann Lang/Fritz Rieß vor Theo Helfrich/Hemut Niedermayr auf dem Rennsportwagen die 20. Auflage der 24 Stunden von Le Mans. Überhaupt verläuft die gesamte Rennsaison für Mercedes-Benz außerordentlich erfolgreich. Die Marke hat sich mit einem Paukenschlag im Motorsport und über den Werbeeffekt zugleich im internationalen Marktgeschehen zurückgemeldet.
Mit dem speziell für die Gruppe-C-Serie entwickelte silberne Sauber-Mercedes C9 von 1989 ging Mercedes-Benz nach mehr als 30 Jahren Motorsport-Abstinenz ab 1988 wieder offiziell an den Start – auch in Le Mans. Das am 10. und 11. Juni 1989 in Le Mans stattfindende 24-Stunden-Rennen gewinnen die Mercedes-Piloten Jochen Mass/Manuel Reuter/Stanley Dickens und Mauro Baldi/Kenny Acheson/Gianfranco Brancatelli mit einem Doppelsieg – 37 Jahre nach dem ersten und seither einzigen Triumph auf der legendären Strecke.
Der Mercedes-Benz SSK gilt als Krönung einer Sechszylinder-Reihe, die ihr Debüt noch bei der Daimler Motoren Gesellschaft (D.M.G.) in den 1920er-Jahren gab. Über mehrere Jahre hinweg dominieretn die Typen S, SS, SSK sowie die Leichtbauvariante SSKL den internationalen Rennsport – häufig mit Rudolf Caracciola am Steuer. Am 13. und 14. Juni 1931 fuhr das Duo Boris Iwanowski/Henri Stoffel in Le Mans mit 7:03 Minuten die schnellste Rennrunde (139,2 km/h) und belegen nach 24 Stunden in der Gesamtwertung den zweiten Platz.
© Fotoquelle / Bildrechte: Daimler AG

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