| Historischer Motorsport pur: Die FIA Race-Klasse der Triest-Wien Rallye. |

Wiederholungstäter: die Teilnehmer der Rallye Triest-Wien
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 24. August 2009
Über 50 Fahrzeuge gehen bei der 7. Triest-Wien Classic vom 27. bis 29. August 2009 an den Start. Sie gehen in zwei Klassen unabhängig voneinander an den Start: der Regularity-Klasse und der FIA-Race-Klasse. Besonders letztere ist bei historischen Motorsportlern gefragt – hier können sich Fahrer und Fahrzeuge im direkten Wettbewerb messen
Das faszinierte in den letzten beiden Jahren auch Rallye-Doppelweltmeister Walter Röhrl, der eigentlich auch 2009 wieder bei dem Drei-Länder-Rennen sein Können unter Beweis stellen wollte – aber leider aus persönlichen Gründen absagen musste.
| Michael Putz in seinem BMW 2002 ti. |
Ebenfalls seit Beginn dabei ist Werner Fessl aus Wien, der mit einem seltenen Fiat Abarth 131 R von 1976 in der 2-Liter-Klasse antritt.
Eine ganz besondere Historie hat der 1965er Ford GT 40 von Chris Stahl: Mit diesem 425 PS-Wagen fuhr Willy Mairesse sein letztes Rennen. Im September 1968 trat der Belgier mit dem Spitznamen Kamikaze Willy im GT 40 in Le Mans an. Noch in der ersten Runde verlor er die Kontrolle über den Wagen – er hatte versucht, die während der Fahrt aufgesprungene Tür zu öffnen. Von diesem schweren Unfall erholte sich Mairesse nicht mehr – er starb ein Jahr später. Das Wrack des GT 40 wurde jedoch wieder aufgebaut – und ist mit seinem unverwechselbaren Sound bei der Triest-Wien zu erleben.
| Der GT 40 kurz vor dem Start in Le Mans 1968. |
Ein weiterer Supersportwagen ist der De Tomaso Pantera Gr. IV von Martin Jörgens. Der 1975 gebaute Panther ist einer von 125 intern als Post-Ford bezeichneten Wagen, die zwischen 1975 und 1976 in Modena gebaut wurden.
Auch zwei Vorkriegsfahrzeuge stellen sich dem Wettbewerb der Rallye. In der Race-Klasse startet das Ehepaar Otten in seinem BMW 328 Roadster von 1939 - in direkter Konkurrenz zum Veritas RS 2000 von 1948 von Lutz Rathenow, der wie die Ottens ebenfalls aus dem niederrheinischen Korschenbroich anreist. Weniger auf Rasen, sondern mehr auf Gleichmäßigkeit sind Paul und Marion Lehner eingestellt. Das Ehepaar aus Baden bei Wien – übrigens der Geburtsort von Mercédès Jellinek, Namensgeberin der Autos aus Untertürkheim – hat sich mit ihrem Lagonda T2-Compressor in der Regularity-Klasse gemeldet. Mit seinem Baujahr 1930 ist der englische Sportwagen, dessen Vorbesitzer übrigens der Vater von Formel 1-Weltmeister Mike Hawthorn war, das älteste Fahrzeug im Feld der Triest-Wien.
Nun schon zum sechsten Mal – immer in der Regularity-Klasse - ist Josef „Pepi“ Panis aus Wiener Neudorf dabei. Er startet mit einer Rarität : einem Lancia Flaminia Zagato I von 1959. Nur 205 Exemplare des Zagato Sport I wurden in der Mailänder Karosserieschmiede wurden hergestellt – natürlich mit der Zagato-typischen Double Bubble-Dachkonstruktion. Von dem Sondermodell, das Panis besitzt, wurden sogar nur drei Stück gebaut.
| Schweinchen-Drift: Bernd Langewiesche und sein 911er. |
© Fotoquelle / Bildrechte: OCC Events, Franko Iztok, Michael Alschner

TERMINE
| 05.02.2012 Classic-Stammtisch | |
| 09.02-12.02.2012 18. AvD-Histo-Monte | |
| 12.02.2012 LOVE BUGS PARADE 2012 | |
| 17.02-18.02.2012 Aflenzer Winterclassic | |
| 02.03-04.03.2012 Antwerp Classic Salon 2012 | |
| 15.03-15.10.2012 42. Int. Zielfahrt nach Steyr |
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