Lange war er in der Öffentlichkeit nicht mehr zu sehen. Nun hat der dreifache Motorrad-Weltmeister Hans-Georg Anscheidt sein Erscheinen bei der Odenwaldring Klassik in Walldürn (1. bis 3. Juni 2012) zugesagt.
In den 1960er Jahren prägte der gebürtige Ostpreuße den Motorrad-Rennsport in Deutschland und war der erfolgreichste deutsche Motorradsportler. Hans-Georg Anscheidt, verbuchte 3 Weltmeistertitel, 2 Vize-Weltmeisterschaften, eine Europa-Meisterschaft und 9 Deutsche Meistertitel, 14 Grand-Prix-Siege und insgesamt 33 Podiumsplätze bei 48 WM-Läufen auf sein Konto, vorwiegend in der 50 cm³ Klasse, später auch in der 125er Klasse.

Anscheidt bei der Odenwaldring Klassik
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 18. Januar 2012
Nach rund zehn Jahren Motorrad-Straßenrennsport war Ende der Saison 1968 überraschend Schluss mit der aktiven Rennerei. Begonnen hatte alles zunächst 1953 im Geländesport, später stieg er auf Bahnrennen um, bevor er im Straßen-Rennsport bei Kreidler landete. In der Versuchsabteilung des Kornwestheimer Kleinkraftradherstellers tätig, war er direkt in die Entwicklung eingebunden. Als 1959 erstmals in Hockenheim für die losgelassenen 50er ein Rennen unter dem Namen Moto-Cup veranstaltet wurde, war Kreidler als führender Hersteller der Kleinkraftradszene in Deutschland mit dabei. Schnell avancierte Anscheidt zum Spitzenfahrer dieser neuen Klasse.
1961 bekam diese Klasse internationalen Status mit der erstmals als Europa-Cup ausgetragenen internationalen Meisterschaftsserie. Das Kornwestheimer Werk trat mit einem Werksteam und neu entwickelten Werksmaschinen an. Den Titel holte sich Anscheidt auf Kreidler. Anscheidt, Kreidler und die 50 cm³-Klasse waren lange Zeit ein fester Begriff im Rennsport. Im darauf folgenden Jahr bekam die kleinste Hubraumklasse von der internationalen Sportbehörde FIM den Status einer Weltmeisterschaft zugesprochen, sie wurde in das Programm der Motorrad-Straßen-WM integriert.
Der große Wurf mit dem Titelgewinn blieb ihm und Kreidler 1962 leider versagt, wie auch in den folgenden Jahren, als er erneut nur zweiter bzw. dritter in der WM-Gesamtwertung wurde. Als gar 1965 nur noch der 7. Gesamtrang heraus sprang zog sich Kreidler werksseitig frustriert vom Motorsport zurück.
Die fahrerischen Qualitäten von Anscheidt waren jedoch dem fernöstlichen Hersteller Suzuki nicht verborgen geblieben: Er kam beim japanischen Hersteller einen der begehrten Werksverträge. Das Vertrauen wurde beiderseitig belohnt. Prompt holte er das, was ihm bei Kreidler nicht möglich war. Drei Weltmeistertitel in Folge von 1966 bis 1968 in der 50 cm³-Klasse. Endlich bekam er dort auch die Möglichkeit, sein Können nicht nur in der kleinsten 50 cm³-Rennklasse zu beweisen, sondern auch in die nächst höhere Hubraum-Kategorie aufzusteigen. Als Doppelstarter fuhr er mit der 125er Suzuki gegen die Konkurrenz der anderen japanischen Werksteams von Honda, Yamaha und Kawasaki. Ein sechster Gesamtrang in der WM-Schlusstabelle 1967 und ein achter Platz im darauf folgenden Jahr waren die Ausbeute.
Der große Wurf mit dem Titelgewinn blieb ihm und Kreidler 1962 leider versagt, wie auch in den folgenden Jahren, als er erneut nur zweiter bzw. dritter in der WM-Gesamtwertung wurde. Als gar 1965 nur noch der 7. Gesamtrang heraus sprang zog sich Kreidler werksseitig frustriert vom Motorsport zurück.
Die fahrerischen Qualitäten von Anscheidt waren jedoch dem fernöstlichen Hersteller Suzuki nicht verborgen geblieben: Er kam beim japanischen Hersteller einen der begehrten Werksverträge. Das Vertrauen wurde beiderseitig belohnt. Prompt holte er das, was ihm bei Kreidler nicht möglich war. Drei Weltmeistertitel in Folge von 1966 bis 1968 in der 50 cm³-Klasse. Endlich bekam er dort auch die Möglichkeit, sein Können nicht nur in der kleinsten 50 cm³-Rennklasse zu beweisen, sondern auch in die nächst höhere Hubraum-Kategorie aufzusteigen. Als Doppelstarter fuhr er mit der 125er Suzuki gegen die Konkurrenz der anderen japanischen Werksteams von Honda, Yamaha und Kawasaki. Ein sechster Gesamtrang in der WM-Schlusstabelle 1967 und ein achter Platz im darauf folgenden Jahr waren die Ausbeute.
In Deutschland holte er sich ebenfalls den nationalen Titel in der Achtel-Literklasse in den beiden Jahren, nachdem er den 50er Titelgewinn von 1962 bis 1968 im Abonnement gewonnen hatte. Allerdings sollte 1968 sein letztes Jahr im Rennsport sein: Nicht nur Suzuki, sondern auch die anderen japanischen Teams zogen sich werksseitig für einige Jahre aus der Weltmeisterschaft zurück und überließen das Feld den Privatfahrern. Damit war auch für ihn das Ende seiner Rennfahrerkarriere gekommen.
In Deutschland war es lange Zeit still um ihn geworden. Nachdem er aus dem aktiven Arbeitsleben ausgeschieden war, wohnte er viele Jahre in Spanien. In Deutschland war er daher fast in Vergessenheit geraten. Seit kurzem ist er aber wieder in seinem Heimatland und lebt in der Nähe von München. Zurück in seiner Heimat wird er in diesem Jahr einige Young- und Oldtimer-Veranstaltungen besuchen. Sein Erscheinen hat er jedenfalls bereits bei der Odenwaldring Klassik vom 1. - 3. Juni 2012 in Walldürn zugesagt.
In Deutschland war es lange Zeit still um ihn geworden. Nachdem er aus dem aktiven Arbeitsleben ausgeschieden war, wohnte er viele Jahre in Spanien. In Deutschland war er daher fast in Vergessenheit geraten. Seit kurzem ist er aber wieder in seinem Heimatland und lebt in der Nähe von München. Zurück in seiner Heimat wird er in diesem Jahr einige Young- und Oldtimer-Veranstaltungen besuchen. Sein Erscheinen hat er jedenfalls bereits bei der Odenwaldring Klassik vom 1. - 3. Juni 2012 in Walldürn zugesagt.
© Fotoquelle / Bildrechte: Klassik Motorsport/Manfred John

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