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Oldtimer-Zeitschriften gefragt
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 22. Februar 2010
Über neue Autos wollen die Leute weniger lesen, über alte dagegen schon. Das ergeben die aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V (IVW). Acht der Top-Ten-Titel aus dem IVW-Segment der Motorzeitschriften verloren bei der harten Auflage (d. h. nur Kiosk-Verkauf und Abos, ohne Bordexemplare und Lesezirkel) zwischen 0,4% und 7,2%. Nur zwei Magazine konnten zulegen – und die beschäftigen sich mit historischen Fahrzeugen: „Oldtimer-Markt“ (Platz 4 nach Auto Bild, auto motor und sport und Auto Test) und „Oldtimer-Praxis“ (Platz 6).
Oldtimer Markt
Oldtimer Markt: Das meistverkaufte Heft 11/09
Die meistgelesene Oldtimer-Zeitschrift ist die „Oldtimer Markt“. Mit durchschnittlich verkauften 134.711 Exemplare pro Ausgabe gewann der Titel der VF Verlagsgesellschaft im 2009er Jahresdurchschnitt 1,2% hinzu. Dabei entscheidet der Titel besonders – über zwei Drittel werden, wie bei den meisten anderen Titeln auch, am Kiosk verkauft. Meistverkauftes Heft mit über 145.000 Exemplaren war die November-Ausgabe: die Titelstory über die Versteigerung des Autofriedhofs Kaufdorf lockte die Leser besonders.

Das Mainzer Verlagshaus war 2009 auch mit seinen anderen Titeln erfolgreich. Die „Oldtimer Praxis“ konnte 6,0% zulegen, 103.036 Exemplare pro Ausgabe wurden 2009 verkauft. Ein Plus von sogar 9,7 Prozent schaffte „Oldtimer Traktor“ mit durchschnittlich 47.083 Exemplaren (Platz 18).

Einzig die „Motor Klassik“ der Stuttgarter Motorpresse hat etwas verloren: Mit 78.038 Exemplare muss der Titel ein Minus von 2,9 Prozent hinnehmen, sichert sich aber in der Top-Ten-Liste den Platz 7. Platz 22 hat sich übrigens  „Chrom und Flammen“ gesichert, ein Fachmagazin für US-Cars (42.814 Exemplare, Plus 2,7 Prozent).

Besonders viele Käufer gingen dem Magazin „auto motor und sport“ verloren: 25.804 Hefte weniger setzte man pro Ausgabe in Einzelverkauf und Abovertrieb ab, ein Minus von 7,2 Prozent. Dem Marktführer des kompletten Auto-Segments, Springers „Auto Bild“, gingen - wie dem drittplatzierten Springer-Blatt Auto Test - mit einem Durchschnitts-Verkauf von 512.278 Exemplaren 1,5 Prozent verloren.

Nicht in der IVW-Jahresstatistik erfasst sind Springers „Auto Bild Klassik“, deren Gesamtverkauf pro Ausgabe laut eigenen Angaben bei rund 115.000 Exemplaren liegt, und die „Auto Classic“ aus dem Münchner GeraMond Verlag (verkaufte Auflage laut eigenen Angaben: rund 35.000).

Kategorie(n):
Oldtimer
Bücher
Lifestyle
© Fotoquelle / Bildrechte: VF Verlagsgesellschaft
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