| Zu dritt im E-Type: Malena (Monica Cruz), Phil Decker (Christian Ulmen) und Jerry Cotton (Christian Tramitz). |

Jerry Cottons E-Type wieder im Einsatz
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 05. März 2010
Nach über vierzig Jahren kehrt er ab dem 11. März 2010 zurück auf die Kinoleinwände: Jerry Cotton. Und wie in den millionenfach aufgelegten Romanen wird der smarte FBI-Agent wieder in seinem legendären roten Jaguar E-Type auf Verbrecherjagd gehen.
Die Handlung des Films, der am 28. Februar 2010 in München seine Uraufführung erlebte, ist schnell erzählt: Jerry Cotton (Christian Tramitz) gerät unter Verdacht, einen Doppelmord begangen zu haben, muss vor seinen eigenen FBI-Kollegen fliehen und gleichzeitig den wahren Mörder finden. Was er natürlich schafft – mit Charme und Coolness, einer geladenen Smith & Wesson, seinem ewigen Vertrauten Phil Decker (Christian Ulmen) sowie seinem E-Type. Und mit dem gibt es natürlich entsprechend rasante Verfolgungsfahrten, an denen auch ein aktueller Jaguar XKR beteiligt ist.
| Die Hauptdarsteller bei der Pressekonferenz zur Uraufführung. |
Vorgestellt wurde der Jaguar E-Type, eine Straßenvariante des erfolgreichen Rennwagens Jaguar D-Type, im März 1961 auf dem Genfer Automobilsalon als Nachfolger des Jaguar XK 150. Jaguar bot den zweisitzigen Sportwagen als Coupé (Fixed-Head Coupé) und als Roadster mit Stoffdach (Open Two Seater). Drei Motoren standen zur Auswahl: Ein 3,8-Liter sowie ein 4,2-Liter Reihensechszylinder (269 PS/198 kW) sowie ein 5,3-Liter V12 mit einer Leistung von 276 PS/203 kW. Der schnelle Brite beschleunigte mit der kleinsten Motorvariante in sieben Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit betrug 241 km/h.
| Jaguar E-Type Roadster bei seiner Vorstellung 1961. |
Technisch betrat Jaguar mit dem Modell Neuland. Ein Stahlgitterrahmen trug Motor und Vorderradaufhängung und war an der Spritzwand mit der selbsttragenden Stahlkarosserie verschraubt. Die Hinterachse wurde über ein Vierganggetriebe angetrieben. Revolutionär war die unabhängige Hinterradaufhängung in einem eigenen Hilfsrahmen mit einem Längslenker, zwei Federbeinen sowie Querlenkern an jedem Rad. Die Antriebswellen waren als obere Querlenker verbaut. Die gleiche Bauweise der Hinterradaufhängung wurde übrigens noch bis ins Jahr 2004, bis zu den XJ-Modellen, dem XJS und dem Aston Martin DB 7 beibehalten.
Insgesamt 72.535 E-Types wurden gebaut: 15.508 mit 3,8-Liter-Motor, 41.734 mit 4,2-Liter-Motor und 15.293 mit V12-Motor. Doch im September 1974 war Schluss: Nachdem die Ausbaustufe mit 5,3 Liter V12-Motor wegen des hohen Verbrauchs in Zusammenhang mit der anhaltenden Ölkrise sowie den zahlreichen Abänderungen in puncto Design keinen nennenswerten Anklang in der angepeilten Käuferschicht fand, wurde die Produktion der Serie eingestellt.
Insgesamt 72.535 E-Types wurden gebaut: 15.508 mit 3,8-Liter-Motor, 41.734 mit 4,2-Liter-Motor und 15.293 mit V12-Motor. Doch im September 1974 war Schluss: Nachdem die Ausbaustufe mit 5,3 Liter V12-Motor wegen des hohen Verbrauchs in Zusammenhang mit der anhaltenden Ölkrise sowie den zahlreichen Abänderungen in puncto Design keinen nennenswerten Anklang in der angepeilten Käuferschicht fand, wurde die Produktion der Serie eingestellt.
| Klappe die Erste: bei den Dreharbeiten. |
Eine Legende war er damals schon – auch durch seinen fiktiven Besitzer Jerry Cotton. 2.700 Jerry-Cotton-Romane erschienen seit 1960 in Deutschland, zumeist als Romanheft. Inzwischen hat die Gesamtauflage von Jerry Cotton weit über 850 Millionen Exemplare weltweit erreicht. Die Abenteuer des berühmtesten FBI-Agenten der Welt werden in 14 Sprachen übersetzt und in über 50 Ländern der Erde gelesen. Zwischen 1965 und 1969 gab es außerdem acht Kinofilme mit George Nader in der Rolle des Agenten Jerry Cotton. Auch er war schon mit einem roten Jaguar E-Type unterwegs.
Übrigens: Eine der wenigen deutschsprachigen Veröffentlichungen des FBI lautet, dass die fiktionale Figur Jerry Cotton kein tatsächlicher Mitarbeiter dieser Behörde sei...
Übrigens: Eine der wenigen deutschsprachigen Veröffentlichungen des FBI lautet, dass die fiktionale Figur Jerry Cotton kein tatsächlicher Mitarbeiter dieser Behörde sei...
© Fotoquelle / Bildrechte: Constantin Film, Jaguar Deutschland

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