| Der Start: Im März 1980 wurde der erste Audi quattro auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt |

Audi feiert 30 Jahre quattro in Essen
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 24. März 2010
Im März 1980 sorgte ein allradgetriebenes, sportliches Coupé für ein gewaltiges Aufsehen auf dem Audi Stand während des Genfer Automobilsalons. Erstmals wurde mit dem Audi quattro ein Hochleistungsfahrzeug mit Allradantrieb angeboten, einem Antriebskonzept, das bis dahin nur bei LKW und Geländewagen Verwendung gefunden hatte. Er war das erste in größeren Stückzahlen produzierte Straßenfahrzeug mit permanentem Allradantrieb und für die Erfolgsgeschichte des quattro-Antriebs von Audi sowie für die Verbreitung des permanenten Allradantriebs in Straßenfahrzeugen generell ausschlaggebend.
Nachdem Audi im letzten Jahr auf der Techno-Classica das 100jährige Markenjubiläum feierte, steht in diesem Jahr der 30. Geburtstag des permanenten Vierradantriebs im Serienautomobil im Mittelpunkt. Insgesamt fünf quattro-Modelle zeigen die Ingolstädter in Essen– und legen Wert auf die Feststellung, dass quattro ein geschütztes Warenzeichen ist und stets in Kleinbuchstaben geschrieben wird.
Der Audi quattro, auch Urquattro genannt, wurde ab 1980 gut zehn Jahre lang gebaut. Das Ingolstädter Sportcoupé Baujahr bot Rallyetechnik für Jedermann. Vorausgesetzt, „Jedermann“ hatte 50.000 D-Mark auf dem Konto. Erst 1982 wurde die quattro-Technik erschwinglich im fast 20.000 D-Mark günstigeren Audi 80 quattro.
Heute liegt der quattro-Anteil an der gesamten Audi-Produktion bei rund 33 Prozent; seit 1980 wurden über 3 Millionen quattro-Fahrzeuge gebaut.
Heute liegt der quattro-Anteil an der gesamten Audi-Produktion bei rund 33 Prozent; seit 1980 wurden über 3 Millionen quattro-Fahrzeuge gebaut.
Die Idee zu einem solchen vierradgetriebenen Personenwagen war im Winter 1976/77 bei Testfahrten mit dem für die Bundeswehr bei Audi in der Entwicklung befindlichen VW Iltis Geländewagen aufgekommen. Das hervorragende Fahrverhalten dieses Geländewagens auf Eis und Schnee führte zu der Überlegung, den Allradantrieb des VW Iltis in einen serienmäßigen Audi 80 einzubauen.
| Wintertest mit einem quattro-Prototyp auf der Turracher Höhe, 1979. |
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Die Testfahrten vermochten zu überzeugen. Noch im gleichen Jahr wurden die weiteren Entwicklungsarbeiten aufgenommen. Das Ergebnis war ein sportliches Audi Coupé mit Namen quattro. Für den Vorschub sorgte eine leistungsgesteigerte Variante des im Herbst 1979 vorgestellten 2,2 Liter Fünfzylinder-Turbomotors mit 147 kW / 200 PS.
Die Testfahrten vermochten zu überzeugen. Noch im gleichen Jahr wurden die weiteren Entwicklungsarbeiten aufgenommen. Das Ergebnis war ein sportliches Audi Coupé mit Namen quattro. Für den Vorschub sorgte eine leistungsgesteigerte Variante des im Herbst 1979 vorgestellten 2,2 Liter Fünfzylinder-Turbomotors mit 147 kW / 200 PS.
| Die Röntgenzeichnung verdeutlicht die Technik des quattro. |
Sein motorsportliches Debüt gab der Audi quattro Anfang 1981 bei der Jänner-Rallye in Österreich. Das Allrad-Kraftpaket aus Ingolstadt hat von da an die internationale Rallye- und Rennszene revolutioniert. Die internationalen Rallye-Erfolge des Audi quattro ab 1981 boten spektakuläre Beweise dafür.
| Der Audi quattro stellte ab 1981 die Rallye-Welt auf den Kopf. |
Bei dem auf dem Audi-Stand ausgestellte Urquattro handelt es sich um ein Fahrzeug aus der ersten Serie, die noch 1980 gebaut und ab Ende November 1980 ausgeliefert wurde. Vier weitere Modelle komplettieren die quattro-Historie. Das Audi Coupé quattro, die Vierradantriebs-Version des Audi Sportcoupé B2 basiert auf dem Audi 80 und wurde von 1980 bis 1987 gebaut.
Zehn Jahre nach dem Urquattro wurde auf dem Pariser Automobilsalon 1990 das Audi S2 Coupé als legitimer Nachfolger vorgestellt. Die Modellbezeichnung war eine Reminiszenz an den Audi Sport quattro S1, der Mitte der 1980er Jahre im internationalen Rallyesport für Furore gesorgt hatte. Während der Sport quattro S1 jedoch ein rein für den Rallyesport entwickelter Bolide war, hatten die Ingenieure bei Audi den S2 als sportliches Straßenfahrzeug konzipiert. Für eine kurze Zeit wurden der Urquattro und der S2 parallel zueinander gebaut, bevor dann im Mai 1991 der letzte Urquattro vom Band lief. Das vierte Fahrzeug der Präsentation ist ein Audi RS2, der als Kooperation zwischen Audi und Porsche mit 315 PS von 1994 bis 1996 in nur 2.891 Exemplaren gebaut wurde.
Vor 20 Jahren gewann Audi in der DTM auf Audi V8 – die Ingolstädter bringen den Siegerwagen mit nach Essen. Im Jahre 1990 beteiligte sich Audi erstmals an der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). An den Start brachte man eine Rennversion des Audi V8. Mit diesem oft spöttisch als Chauffeur-Limousine bezeichneten Wagen gegen die Konkurrenz von BMW, Mercedes, Opel und Toyota zu bestehen, war eine ganz besondere Herausforderung.
| Audi gewann mit dem V8 die DTM 1990 und 1991. |
Und was kaum einer bei Audi zu erträumen hoffte, wurde wahr: Nach einer mitreißenden Saison erkämpfte Hans-Joachim Stuck beim Abschlusslauf auf dem Hockenheimring auf diesem Audi V8 quattro den Titel des Deutschen Tourenwagen-Meisters. Im darauffolgenden Jahr konnte Audi mit Frank Biela am Steuer des Audi V8 den Titel erfolgreich verteidigen.
Also genügend zu feiern auf dem 700 Quadratmeter umfassenden Werksstand von Audi Tradition in Halle 7. Auf dem rund Areal der Audi Tradition gesellen sich – auch das ist gute Tradition –der Audi Club International (ACI), der Dachverband der Audi Clubs sowie aller Clubs der Vorgängermarken zu der Historik-Darstellung, und das Audi museum mobile, das seinen 10. Geburtstag feiert. Am 15. Dezember 2000 wurde das Museum der Traditionsmarken Audi, Horch, DKW, Wanderer, Auto-Union und NSU in Ingolstadt feierlich eröffnet.
Also genügend zu feiern auf dem 700 Quadratmeter umfassenden Werksstand von Audi Tradition in Halle 7. Auf dem rund Areal der Audi Tradition gesellen sich – auch das ist gute Tradition –der Audi Club International (ACI), der Dachverband der Audi Clubs sowie aller Clubs der Vorgängermarken zu der Historik-Darstellung, und das Audi museum mobile, das seinen 10. Geburtstag feiert. Am 15. Dezember 2000 wurde das Museum der Traditionsmarken Audi, Horch, DKW, Wanderer, Auto-Union und NSU in Ingolstadt feierlich eröffnet.
© Fotoquelle / Bildrechte: Audi
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