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Škoda Sagitta auf Schloss Dyck
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 30. Juli 2010
Zum ersten Mal nach der aufwendigen Restaurierung präsentiert Škoda den historischen Prototyp Sagitta in Deutschland. Der 1936 gebaute Wagen wird beim Concours d’Elegance im Rahmen der Classic Days auf Schloß Dyck bei Düsseldorf am 31. Juli und 1. August präsentiert.

Insgesamt entstanden nur sechs Fahrzeuge des mit einem luftgekühlten V2-Motor bestückten Kleinwagens, der nie in Serie gefertigt wurde. Jahrzehnte überlebte diese Rarität unrestauriert im Depositorium des Škoda Museums. 2008 begann die firmeneigene Restaurierungswerkstatt mit dem Wiederaufbau des Sagitta zu einem fahrfertigen Schmuckstück. Dabei waren nicht nur handwerkliche Fähigkeiten gefragt, sondern auch umfangreiche Recherchearbeit im Firmenarchiv.
Škoda Sagitta
Zum ersten Mal in Deutschland zu sehene: der Prototyp Škoda Sagitta von 1936.
Neben dem Sagitta, dessen Name sich übrigens vom lateinischen Wort für Pfeil ableitet, gab es in den 1930er Jahren zahlreiche weitere Prototypen. Die äußerst einfallsreichen Škoda Ingenieure erprobten damit unterschiedliche Motoren- und Antriebskonzepte. Für den zweisitzigen Sagitta entwickelten sie einen mit dem Durchschnittsverbrauch von 5,5 Litern für 100 Kilometer sehr sparsamen Zweizylinder, der 15 PS leistete. Er war vorn in den nur 580 Kilogramm wiegenden Zweisitzer eingebaut. Gedacht war das Modell zur Abrundung der Modellpalette unterhalb des sehr beliebten Bestsellers Popular. Nach umfangreichen Tests entschieden sich die Verantwortlichen bei Škoda allerdings dafür, den bewährten Vierzylinder-Reihenmotor zu optimieren, der auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch in die Autos aus Mladá Boleslav eingebaut wurde. Nach der Entscheidung, den Sagitta nicht in Serie zu bauen, wurden die Prototypen verkauft. Erst in den 1970er Jahren konnte ein Auto der Erprobungsbaureihe zurückerworben werden. Der kompakte Wagen hatte aber starke Gebrauchsspuren.

Nach der zweijährigen Restaurierung zeigt Škoda die Rarität aus der Werkssammlung jetzt in neuem Glanz bei den Classic Days auf Schloß Dyck, außerdem einen Škoda 645 (Baujahr 1930), der ebenfalls im Innenbereich des Wasserschlosses zu sehen ist. Die Limousine mit einer sechssitzigen Karosserie und einem besonders laufruhigen Sechszylinder-Motor war der direkte Vorgänger der ersten Superb Generation, die ab 1934 angeboten wurde. Das prächtige Fahrzeug wurde in liebevoller Kleinarbeit vom Škoda Sammler Peter Sudeck restauriert. „Ich freue mich sehr, das Prunkstück meiner Sammlung im einmaligen Ambiente von Schloß Dyck zeigen zu können“, betont der ehemalige Leiter der Qualitätssicherung bei Škoda Auto. Zum ersten Mal sind historische Fahrzeuge der Marke mit dem geflügelten Pfeil im Logo bei der populären Veranstaltung in der Nähe von Düsseldorf zu bewundern.
Kategorie(n):
Events
Oldtimer
© Fotoquelle / Bildrechte: Škoda
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