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Badewanne, Knudsen und Waffeln
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 29. März 2010
Wie gewohnt wird Ford in diesem Jahr wieder mit einem Ford-Clubstand in der Halle 3 vertreten sein. Die Präsentation auf dem 650qm großen Stand übernehmen größtenteils die Alt Ford Freunde e.V. und der Ford Oldtimer und Motorsport Club Cologne 1992 e.V - auch das ist inzwischen Tradition.
Ford Taunus 17M P3 Badewanne Prospekt
Linie der Vernunft: Vor 50 Jahren kam der Ford Taunus 17M P3 auf den Markt.
Zwei Geburtstage stehen im Mittelpunkt des stets mit viel Engagement und guten Ideen gestalteten Ford-Auftritts: "50 Jahre Badewanne" und "40 Jahre Knudsen Taunus".
Ford Taunus 17M P3 Badewanne
Weg von barocken Formen: die Badewanne kam an.
Mit dem Slogan „Linie der Vernunft“ revolutionierte 1960 der neue Taunus 17M P3 die automobile Mitteklasse: weg von barocken Formen hin zu einer aerodynamischen Linienführung. Der P3 bot als erster deutscher Serienwagen Breitbandscheinwerfer, eine in das Dach hochgezogene Windschutzscheibe, gewölbte Seitenscheiben und in die Karosserie integrierte Stoßstangen. Aufgrund seiner Formen verpasste ihm der Volksmund bald den Spitznamen "Badewanne".
Ford Taunus 17M P3 Badewanne Produktion Köln Niehl
Produktion des P3 in Köln-Niehl, 1962.
Der P3 sorgte für neue Verkaufsrekorde, kurzzeitig konnte Ford in den Zulassungszahlen sogar zu Opel aufschließen. Über 671.000 Exemplare verließen bis 1964 die Kölner Werkshallen, davon rund 86.000 Turnier genannte Kombis. Neben einer Taunus Limousine aus dem Bestand der Ford-Werke steuern die Clubenthusiasten zur Geburtstagsfeier der Badewanne einen Turnier bei, außerdem zwei besondere Raritäten: ein Cabriolet, von dem bei der Karosseriefirma Deutsch nur 150 Exemplare gebaut wurden, und ein zum Pickup umgebauter 17 M.
Ford Taunus Knudsen
Mit Knudsen-Nase auf der Haube: Ford Taunus von 1970.
1970 kam der völlig neue Taunus (intern TC für "Taunus Cortina") auf den Markt und ließ damit den drei Jahre zuvor gestorbenen Namen wieder auferstehen. Seinen Spitznamen wie auch das amerikanisch wirkende Styling bekam der Neue vom Ford-Boss Semon E. Knudsen. Wegen der vorspringende Kühlernase wurde er vom Volksmund bald „Knudsen Taunus“ genannt. Da war Knudsen allerdings schon nicht mehr im Amt. Nach nur 19 Monaten auf dem Chefsessel hatte ihn Henry Ford II 1969 wieder gefeuert, angeblich mit der Begründung, er sei zu fortschrittlich.
Ford Taunus GXL Coupé Knudsen
„Für den GXL gelten keine Maßstäbe. Er setzt sie.“ So pries Ford die GXL-Ausstattung an, hier ein Coupé von 1973.
34 Modellvarianten umfasste 1970 das Taunus-Programm: Ford lieferte den Taunus als zwei- und viertürige Limousine, als Fastback-Coupé und als fünftürigen Turnier, in fünf verschiedenen Ausstattungsvarianten (Taunus, L, XL, GT und GXL), mit Vierzylinder-Reihenmotoren und zwei V6.
Die vom ADAC 1971 verliehene „Silberne Zitrone“ wegen der schlechten Verarbeitungsqualität schlug sich nicht in den Verkaufszahlen nieder – das attraktive Styling und der geräumigen Innenraum punktete bei den Käufern. Über 1,1 Millionen Exemplare des Ford Taunus wurden bis 1976 gebaut. Um den Anlass gebührend zu feiern, fahren die Ford-Clubs drei Knudsen-Taunus in Essen auf: eine Limousine, ein Coupé und Kombi.
Ford OSI
Ford OSI
Ergänzend werden die anderen auf dem Stand vertretenen Ford-Clubs weitere Ford Modelle ausstellen. Der Capri Club Deutschland e.V. bietet mit dem Thema "Back to the roots" den Messe-Besuchern Kaufberatungen mit besonderem Blick auf die Originalität. Weiterhin werden vertreten sein: die Consul Granada IG (mit Granda I und Granada II), das Escort MK I Register Germany (mit einem oder zweien Escort), die OSI IG (mit einem Ausstellungsstück) sowie erstmalig der Cosworth-Club Deutschland, der einen Ford Sierra Cosworth präsentiert.
Ford-Waffeln
Ford-Waffeln für die Besucher.
Sogar für Leckereien ist gesorgt: Für das Publikum werden an den Besuchertagen von 14:00 bis 16:00 Uhr Ford-Waffeln am Stand gebacken.
© Fotoquelle / Bildrechte: Ford Werke AG
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Kommentare
Thomas Wagner schrieb: (01.04.2010)
Korrekt. Ist ein Typ 12M P6.
T M schrieb: (31.03.2010)
Das Bild der Fetrigung im Werk Niehl kann nicht von 1962 stammen, da dort kein P3, sondern ein 12M zu sehen ist, der 1966-70 gebaut wurde.
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