| Gleich bebt die Erde: Harry Read und sein McLaren M8 C. |

Renn-Elemente
Autor/Redaktion: Gerhard Prien · 19. Juli 2010
Harry Read aus Aachen nimmt das Lenkrad ab und fädelt sich ins Cockpit seines McLaren M8 C ein. Der Motor startet, die Erde bebt. In der Box am Nürburgring macht die Geräuschkulisse schlagartig klar, warum der M8C mit seinen rund 8,8 Liter Hubraum zu den „Big Bangern“ gehört.
Den Sound des fetten Achtzylinders konnten Journalisten nun am Nürburgring live erleben: Bei einer Pressekonferenz am Nürburgring hat der AvD weitere Details zum 38. AvD-Oldtimer-Grand-Prix (OGP) vom 13. bis 15. August bekanntgegeben – und dabei auch einige besondere Wagen, größtenteils aus dem Besitz des mitveranstaltenden CHRSN, vorab präsentiert.
Traditionell ist der AvD-Oldtimer-Grand-Prix einer der Saisonhöhepunkte der europäischen Klassik-Enthusiasten. Einzigartige Rennfahrzeuge aus acht Jahrzehnten werden in der Eifel zu sehen sein, wenn sich „der Ring“ in ein rollendes Freilichtmuseum verwandelt. So konzentriert gibt es die rollenden Raritäten aus mehr als 80 Jahren Motorsport-Geschichte sonst nur im Museum zu sehen.
Traditionell ist der AvD-Oldtimer-Grand-Prix einer der Saisonhöhepunkte der europäischen Klassik-Enthusiasten. Einzigartige Rennfahrzeuge aus acht Jahrzehnten werden in der Eifel zu sehen sein, wenn sich „der Ring“ in ein rollendes Freilichtmuseum verwandelt. So konzentriert gibt es die rollenden Raritäten aus mehr als 80 Jahren Motorsport-Geschichte sonst nur im Museum zu sehen.
| Seltener Brite: Allard K2 mit Ford V8-Motor von 1951 |
Die Veranstaltung selbst ist längst ein Klassiker. Mit mehr als 600 teilnehmenden Fahrzeugen ist der OGP auch eine der größten europäischen Oldtimer Rennveranstaltungen, zu der selbst Fahrzeuge aus den USA und Australien mit ihren Besitzern erwartet werden. Rennen gibt’s auf der legendären Nordschleife und dem modernen Grand-Prix-Kurs zu sehen. Mit Sport-, Touren- und Rennwagen, vom Vorkriegsrennwagen bis zum 1980-er Jahre Modell, geht es richtig zur Sache. Harry Read dazu: „Wenn ich erzähle, dass ich einen Oldtimer bewege, denken immer alle an einen älteren Herrn mit Käppi hinter dem Holzlenkrad eines Morgan. Dabei ist das hier Rennsport vom Feinsten“. Mit 820 bis 840 PS, je nach Wetterlage, kann sein McLaren durchaus auch heute noch im sportlichen Wettbewerb mithalten. Und absolut konkurrenzfähige Rundenzeiten auf die Piste legen.
| Formel 1-Boliden der frühen Jahre in der Boxengasse |
Ein Höhepunkte des Wochenendes sind die historischen Formel-1-Wagen. Im Rennen der „Grand Prix Masters“ mit Dreiliter-Formel-1-Boliden aus den Jahren zwischen 1966 und 1985 werden Erinnerungen wach. Es ist die Zeit stürmischer Technik-Evolution und unbändiger Fahrertalente. Den Grand-Prix-Wagen wachsen Flügel, zur Verbesserung ihrer Aerodynamik. Den „Ground-Effekt-Cars“ werden aerodynamische optimierte Unterböden verpasst. Die deutsche Formel-1-Runde wird am Nürburgring ausgetragen. Piloten wie Jackie Stewart, Jacky Ickx, Clay Regazzoni und Niki Lauda bestimmen das Geschehen. Lauda setzt in jenen Jahren die Rundenzeit der gefürchteten „Grünen Hölle“ auf unter sieben Minuten herunter. In der Starterliste des Oldtimer-Grand-Prix finden sich etliche Erfolgsmodelle jener Jahre. Etwa der McLaren M23/4 aus der Zeit, als Emerson Fittipaldi seinen zweiten WM-Titel holte, oder der Brabham BT24, den Jack Brabham Ende der Sechziger pilotierte.
Auch Sportwagenfans kommen auf ihre Kosten. Sport-Prototypen sind bei den World Sportscar Masters zu sehen. Fahrzeuge, die etwa die 24 Stunden von Le Mans Mitte der 1960-er bis 1970-er Jahre fuhren. Der Einladungslauf für zweisitzige Rennwagen und GTs der Baujahre bis 1961 entführt in die davor liegende Sportwagen-Ära. Ein südlicher Leckerbissen ist der Italian Historic Car Cup mit Sportprototypen und GTs aus italienischer Fertigung. Ein Revival der Klassiker von Abarth, Alfa Romeo, Ferrari, Lancia, Maserati und OSCA. Die Tourenwagen- und GT-Sport-Freunde kommen ebenfalls nicht zu kurz. Auch in diesem Jahr sind die beliebten Rennen der GT-Fahrzeuge bis 1965 sowie das Revival Deutsche Rennsportmeisterschaft - mit spektakulären DRM-Fahrzeugen bis 1981 – beim OGP im Programm.
Auch Sportwagenfans kommen auf ihre Kosten. Sport-Prototypen sind bei den World Sportscar Masters zu sehen. Fahrzeuge, die etwa die 24 Stunden von Le Mans Mitte der 1960-er bis 1970-er Jahre fuhren. Der Einladungslauf für zweisitzige Rennwagen und GTs der Baujahre bis 1961 entführt in die davor liegende Sportwagen-Ära. Ein südlicher Leckerbissen ist der Italian Historic Car Cup mit Sportprototypen und GTs aus italienischer Fertigung. Ein Revival der Klassiker von Abarth, Alfa Romeo, Ferrari, Lancia, Maserati und OSCA. Die Tourenwagen- und GT-Sport-Freunde kommen ebenfalls nicht zu kurz. Auch in diesem Jahr sind die beliebten Rennen der GT-Fahrzeuge bis 1965 sowie das Revival Deutsche Rennsportmeisterschaft - mit spektakulären DRM-Fahrzeugen bis 1981 – beim OGP im Programm.
| Revival Deutsche Rennsportmeisterschaft |
Mit dabei am Ring ist nach fast drei Jahrzehnten auch ein einzigartiges Aluminium-Coupé, gewissermaßen der Urvater aller Porsche: Der Typ 64 des Jahres 1939, auch „Berlin-Rom-Wagen“ genannt. Der gerade mal 40 PS starke Leichtbau-Wagen spannt auch den Bogen zu zahlreichen Porsche 356 und 911, die beim OGP dabei sein werden. Ebenfalls in der Eifel zu sehen sind die legendären Porsche 908/3 von Hans Herrmann, der 917 von Willi Kauhsen und der 917/10 von Jo Siffert.
| Im unrestaurierten Zustand: Porsche 910 mit 3-Liter Motor. |
Seit 1951 gastierte die im Jahr zuvor gegründete Formel 1 auch in Deutschland. So gehört denn auch der Auftritt der „Historic Grand-Prix-Cars“, mit Fahrzeugen aus den frühen Jahren der Königsklasse bis 1960, zu den schon traditionellen Leckerbissen im Zeitplan des AvD-Oldtimer-Grand-Prix. In den frühen Jahren gingen zunächst noch Frontmotor-Monoposti in der Eifel an den Start. Im ersten Formel-1-Jahrzehnt dominierten noch die traditionellen Hersteller: Ferrari, Maserati, Alfa Romeo aus Italien, aber auch Cooper und Lotus aus England waren tonangebend. Für diese Fahrzeuge ist der OGP die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte. Denn der Große Preis von Deutschland wurde – mit einer Ausnahme im Jahre 1959 –zwischen 1927 und 1969 ausnahmslos in der Eifel ausgetragen. Alberto Ascari (Ferrari) oder Juan Manuel Fangio (Maserati, Alfa Romeo, Mercedes-Benz, Ferrari) waren in dieser Zeit die Helden.
| Porscheschrauber im Fahrerlager |
Für viele Zuschauer ist das Programm neben der Strecke mindestens ebenso spannend wie das Renngeschehen. Das Fahrerlager ist offen, erlaubt spannende Einblicke und bildet die Kulisse zu Benzingesprächen. Hier sind die Fahrzeuge der Teilnehmer ebenso zu sehen wie faszinierende Klassiker, die Clubs und Automobilhersteller mit in die Eifel bringen. Über 20 Markenclubs haben ihr Kommen angesagt, mehr als 1.000 Fahrzeuge werden rund um die Rennstrecke erwartet. Opel feiert 40 Jahre Ascona und Manta sowie 20 Jahre Calibra, mit mehr als 500 Fahrzeugen will Alfa Romeo den 100-ten Geburtstag der Mailänder Traditionsmarke begehen.
| Opel feiert beim OGP 40 Jahre Ascona und Manta (links ein Lotus Elan Sprint von 1971). |
Mit sieben Exponaten lässt Jaguar seine 75-jährige Renngeschichte Revue passieren. Im Jaguar-Ausstellungsbereich spannt sich der Bogen von erfolgreichen Rekordfahrzeugen über legendäre Le Mans-Sieger bis zum Formel 1-Renner der Saison 2002.
Porsche Classic, der für die Betreuung von Porsche Old- und Youngtimern zuständige Bereich der Porsche AG, präsentiert sich auf einem 14.000 Quadratmeter großen Areal. Ein besonderes Highlight ist eine Sonderausstellung zum 40-jährigen Jubiläum des ersten Porsche Gesamtsieges in Le Mans durch Hans Hermann und Dick Atwood auf dem legendären Porsche 917 mit der Startnummer 23. Außerdem können die Besucher einen Porsche 962 C (sechs Le Mans-Siege in den 1980-er Jahren) und den Porsche 911 GT1 unter die Lupe nehmen, mit dem die Schwaben 1988 den französischen 24-Stunden-Klassiker zum 16-ten Mal gewonnen haben. Auch Fahrer der Siegertypen haben ihr Kommen angesagt, unter anderem wird Hans Hermann für Interviews und Autogrammstunden bereit stehen.
© Fotoquelle / Bildrechte: Gerhard Prien, AvD/Steves

TERMINE
| 12.02.2012 LOVE BUGS PARADE 2012 | |
| 17.02-18.02.2012 Aflenzer Winterclassic | |
| 02.03-04.03.2012 Antwerp Classic Salon 2012 | |
| 15.03-15.10.2012 42. Int. Zielfahrt nach Steyr | |
| 21.03-25.03.2012 Techno-Classica Essen 2012 | |
| 07.04.2012 51. Int. Oldtimer – Fahrzeug – und Teilemarkt |
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