| Meine Basis für die vier Tage war wie immer das alte Fahrerlager, mit dem Zelt des CHRSN. |

OGP 2010: ein Bericht aus dem Fahrerlager
Autor/Redaktion: Martin Sauer · 20. August 2010
Der Oldtimer-Grand-Prix ist ein fixer Termin im Kalender von CHRSN-Mitglied Martin Sauer. Seit Jahrzehnten ist der Iserlohner bei der Traditionsveranstaltung am Ring dabei dabei, meist mit seinem BMW M1, seinem Vater Uli Sauer und dessen BMW 328. In diesem Jahr hat er für meinklassiker.com seine Eindrücke aufgeschrieben – hier sein ganz persönlicher Erlebnisbericht vom dem Motorsport-Spektakel:
Das Gelände am Nürburgring ist weitläufig. Da braucht man eine feste Basis. Meine war – wie in den Jahren zuvor – von Donnerstagmittag bis zum Sonntag as alte Fahrerlager. Das große Zelt, seit ein paar Jahren im hinteren Teil, und um 90° verdreht aufgebaut, bildet das zentrale Element. Das alte Fahrerlager und das große Zelt waren wie immer den Vorkriegsfahrzeugen vorbehalten- nichts paßt besser an diesen historischen Ort und nirgends geht es gemütlicher und familiärer zu. Seit Jahren schon bestens koordiniert von Familie Luft und Wilfried Fricke vom CHRSN klappte wie immer alles reibungslos. Liebevoll dekoriert war es diesmal, überall standen historische Ölkabinette und Memorabilien eines Händlers, der sein Domizil in Box 53 aufgeschlagen hatte, herum. Ein paar moderne Autos, die das Gesamtbild stören, schaffen es immer ins alte Fahrerlager- aber was soll's. Im Zelt wird man vom Kesselchen bestens bewirtet und die Autos stehen direkt neben den Tischen.
| Am Brünnchen: Oldtimerrennsport vom allerfeinsten – und das kostenlos. |
Am Freitag verbrachte ich schon traditionell ein paar Stunden an der Nordschleife im Streckenabschnitt Brünnchen. Sehr voll war es diesmal, einige hundert Zuschauer ließen sich die Youngtimer und den Marathon am Nachmittag nicht entgehen. Oldtimerrennsport vom allerfeinsten – und das noch an der schönsten Rennstrecke der Welt, kostenlos und bei bestem Wetter. Sensationelle Zweikämpfe fanden auf der Nordschleife statt, der schnelle Ford Fairlane lag von Anfang an in Führung, dicht gefolgt von Vorjahressieger Marcus Graf von Oeynhausen.
| Revival Deutsche Rennsport Meisterschaft: Die Soundwertung geht ganz einwandfrei an die BMW M1 Procars. |
Sorry für die Formulierung, aber das geilste Rennen des ganzen Wochenendes ist und bleibt noch immer das Revival Deutsche Rennsport Meisterschaft. Klaus Ludwig hat in dem sensationell gehendem Porsche 935 leichtes Spiel. Doch die Soundwertung geht ganz einwandfrei an die BMW M1 Procars. Diese 6 kleine in 1 Riesen-Ofenrohr-Anlage muss man gehört haben. Wenn Axel Hagemann auf der Start und Zielgeraden aus der Coca-Cola Kurve heraus beschleunigt und die Brause ganz auf macht, dann bleiben vermutlich im Dorint Hotel sämtliche Uhren stehen. Der Porsche mit der Nummer 37 wirft beim Anbremsen auf die NGK-Schikane ganz wunderbare Flammen hinten heraus – klasse. Am Samstag habe ich mir dieses Rennen angeguckt, ebenso wie die Masters - historische Formel 1 Wagen.
| Der Porsche wirft beim Anbremsen auf die NGK Schikane ganz wunderbare Flammen hinten heraus. |
Dort ging es noch schneller zu, hier war auch der legendäre Eifelland-Wagen am Start. Privat finanziert und von Luigi Colani (Verkleidung) designt, galt das Auto damals als fast unfahrbar. Dafür war er ganz schön flott dabei! Volle Zuschauerränge sorgten für einen perfekten Samstag. Leider hat die Nürburgring GmbH es auch nach über 25 Jahren noch immer nicht geschafft, die ganze Strecke zu beschallen. So bekommen die armen Journalisten rings um die Strecke vom aktuellen Renngeschehen leider nicht alles mit. Und genauso geht es auch den Besuchern der Hospitality-Zelte oben im neuen Fahrerlager.
Apropos neues Fahrerlager: auch hier gab es erstmals Zelte, Rennenweise wurden die Autos nebeneinander in den Zelten präsentiert, mit Hinweisschildern zu den Fahrzeugen. Da wurde natürlich auch geschraubt und alles war offen und zugänglich für die Zuschauer.
Die Coys-Auktion bot wenig Spektakuläres – ein sehr mäßiger BMW 2002 turbo mit einer Verkaufslackierung und gerissenem Auspuffkrümmer fiel mir auf, ein netter VW Bus Typ 1 (leider kein Samba), ein Ford Mustang, Maserati Sebring, ein paar Ferraris, der Mercedes – keine Ahnung, ob und was verkauft wurde. Online sind die Ergebnisse beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht.
Die Coys-Auktion bot wenig Spektakuläres – ein sehr mäßiger BMW 2002 turbo mit einer Verkaufslackierung und gerissenem Auspuffkrümmer fiel mir auf, ein netter VW Bus Typ 1 (leider kein Samba), ein Ford Mustang, Maserati Sebring, ein paar Ferraris, der Mercedes – keine Ahnung, ob und was verkauft wurde. Online sind die Ergebnisse beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht.
Der Samstag Abend gehörte wieder der Basis. Im alten Fahrerlager war der Park Fermé für die Teilnehmer des Nachtrennens direkt vor'm Zelt abgesperrt – die Rennwagen kamen direkt von der Strecke dorthin und den Fahrern wurde das erste kühle Pils quasi direkt ins Cockpit gereicht. Sehr zur Freude der anwesenden Partygäste im Zelt, die bei Live-Musik den Abend verbrachten. Den Samstagabend als Teilnehmerabend zu gestalten, das gab es früher schon öfters, und es wurde nach einer längeren Pause nun wieder belebt. Wer braucht schon ein oppulentes Buffet – Bratwurst und Freibier tun's auch, und der Abend war eine runde Sache.
| Feiern mit Bratwurst und Oldtimern am Samstag Abend. |
Der Sonntag war leider komplett verregnet. Der PreWar-Lauf sollte den Tag beginnen, wurde erst auf 15 Uhr verschoben, dann abgesagt. Ebenso ging es vielen anderen Läufen – die Formel 1 kam über zwei Runden hinter dem Safety Car nicht heraus, bevor der Lauf abgebrochen wurde. Viele Teilnehmer luden zu diesem Zeitpunkt schon auf.
Mein persönliches Highlight waren zwei Runden über die exklusiv für uns gesperrte Nordschleife am Samstagabend: Gewinner eines Preisausschreibens wurden exklusiv von Ralph Bahr im BMW M3 und mir im BMW M1 über die Strecke gefahren. Wir haben eine enge Formation abgesprochen – praktisch gleichwertige Autos, astreines Wetter und eine leere Strecke sorgten für sensationell viel Spaß. Mehr davon- sagten nicht nur wir Fahrer! War das nicht zuletzt Nick Heidfeld, der die Strecke für sich alleine und seinen BMW Formel 1 hatte? Erst der Nick- und dann wir. Wie kann man das noch toppen?
| Das persönliche Highlight: BMW M3 und M1 am Schwalbenschwanz – ganz alleine auf der Nordschleife. (Foto: Ulrich Emmerich) |
© Fotoquelle / Bildrechte: Martin Sauer, AvD/Thomas Suer, Ulrich Emmerich

TERMINE
| 12.02.2012 LOVE BUGS PARADE 2012 | |
| 17.02-18.02.2012 Aflenzer Winterclassic | |
| 02.03-04.03.2012 Antwerp Classic Salon 2012 | |
| 15.03-15.10.2012 42. Int. Zielfahrt nach Steyr | |
| 21.03-25.03.2012 Techno-Classica Essen 2012 | |
| 07.04.2012 51. Int. Oldtimer – Fahrzeug – und Teilemarkt |
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