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Motorrad-Ikonen
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 15. Januar 2010
Noch bis zum 11. April läuft im ZeitHaus der Autostadt in Wolfsburg die Ausstellung „Motorrad Ikonen“. Damit stehen den Meilensteinen der Automobilgeschichte im besucherstärksten Automobilmuseum weltweit, wertvolle Einzelstücke aus der Geschichte des Motorrads zur Seite.
Motorrad-Ikonen ZeitHaus
Noch bis zum 11. April zu sehen: Motorrad-Ikonen im ZeitHaus der Autostadt in Wolfsburg.
In sechs Ausstellungsbereichen werden Raritäten und eindrucksvolle Modelle aus der Motorrad-Geschichte gezeigt. Sie führt von den Anfängen im 19. Jahrhundert über die Entstehung des Volksmotorrades bis hin zur Entwicklung moderner Sport- und Rennmaschinen.
Hildebrand und Wolfmüller Motorrad Zeihaus Autostadt
Das erste Volksmotorrad: Hildebrand und Wolfmüller von 1894.
„Wir zeigen in der Ausstellung Motorrad-Ikonen in erster Linie seltene und besondere Motorräder aus über 100 Jahren Motorrad-Geschichte“, sagt Dr. Maria Schneider, Kreativdirektorin der Autostadt, und ergänzt: „Gerade im Winter, wenn die passionierten Fahrer ihre eigenen Maschinen in der Garage verstauen, ist es ein Genuss, die liebevoll restaurierten Maschinen im ZeitHaus zu bewundern.“
Alcyon 350 Motorrad Zeithaus Autostadt
Eine französische Alcyon 350 aus dem Jahre 1936.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem renommierten Motorrad-Experten Stefan Knittel. Von ihm ist zeitgleich auch ein Buch unter gleichem Titel erschienen, mit exzellenten Bildern der Fotografin Brigitta König. Der Bildband präsentiert 50 der gediegensten motorisierten Zweiräder aus den Jahren 1902 bis 1939 auf über 200 großformatigen Seiten.
Stefan Knittel: Motorrad-Ikonen Cover
Die Veteranin, eine französische Clément aus dem Jahre 1902, hatte noch das Aussehen eines Fahrrads mit Hilfsmotor. Das Quadrant Tricar, zwei Jahre später konstruiert, erinnert dagegen an einen raffinierten Rollstuhl, bei dem der Mitfahrer in einem Sessel vor dem Lenkrad Platz nimmt. Mit der englischen BAT von 1914 und ihrem Einliter-Zweizylinder-Motor werden die Erscheinungen vertrauter. Die Ära der echten Feuerstühle leitete Wanderer 1917 ein, gefolgt von der wuchtigen Motosacoche aus der Schweiz (1921). Die voll verkleidete Schmid, die elegante Walter, die massige Diamant, die rassige Ardie: Sie alle sind Zeugnisse der fortschreitenden Leistungen der Ingenieure und des Einfallsreichtums der Designer, deren synergetische Bemühungen sich zu jeder Epoche in zwei Worte zusammenfassen lassen: erlesenes Kunsthandwerk.

Jedem der 50 Modelle hat Brigitta König mindestens vier Seiten gewidmet, die es in der Totale und in seinen charakteristischen Details präsentieren. Mit knappen aber kundigen Worten begleitet Stefan Knittel diesen Trip durch die Motorradgeschichte.

Die bibliografischen Angaben
Stefan Knittel: Motorrad-Ikonen - Technik und Design aus den Jahren 1902-1939. Bielefeld: Delius Klasing 2009, 240 S., 515 Farbfotos, ISBN 978-3-7688-5290-6, 39,90 Euro
Kategorie(n):
Oldtimer
Bücher
Events
Museen
© Fotoquelle / Bildrechte: Autostadt, Delius Klasing
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