| Heckscheibe oder Heckklappe: Smart Roadster (vorn) und Roadster-Coupé unterscheiden sich am Rücken. |

Das Buch zum Kultwagen: Smart Roadster
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 06. September 2010
Er fühlt sich schneller an als er ist und hat mit der quadratisch-praktischen Würfel-Form des Smart Fortwo auf den ersten Blick wenig gemein: Der Smart Roadster. Der Minimal-Sportwagen polarisierte bei seiner Vorstellung – inzwischen ist er auf dem Weg zum Klassiker.
Seine Geschichte stand unter ungünstigen Vorzeichen. Nur zwei Jahre gaben die Verantwortlichen dem flachen Kleinwagen, um sich am Markt zu behaupten. Bereits 1999 war auf der IAA ein erster Entwurf zu sehen, drei Jahre später stellte Smart das Serienfahrzeug in Berlin vor, im Sommer 2003 lief die Serienproduktion an. In zwei Bauformen angeboten – als Smart Roadster und als Smart Roadster-Coupé, pries Daimler den Kleinwagen in einer Pressemitteilung als „rollende Sportabteilung von Smart“ und „Chaiselongue der Popkultur“ an. Reinen Fahrspaß sollte er bringen. Doch der Wagen verkaufte sich nicht. Der Vergleich mit britischen Klassikern wie Triumph Spitfire, MG oder Austin Healey kam bei den Käufern nicht an, das Einstiegsmodell mit 60-PS-Dreizylinder war 14.990 Euro nicht gerade günstig, und mit nur 59 Litern Stauraum ist der Zweisitzer auch nicht ziemlich unpraktisch. Dass im Laufe der Zeit mindestens zehn Stellen am Fahrzeug identifiziert wurden, an denen es reinregnete, war auch nicht gerade verkaufsfördernd.
Ende 2005 zogen die Stuttgarter die Reißleine und stoppten die Produktion des Roadsters im elsässischen Hambach nach 43.000 Exemplaren. Da standen noch so viele Autos auf dem Hof, dass es Monate dauern sollte, bis alle einen neuen Besitzer gefunden hatten.
Ende 2005 zogen die Stuttgarter die Reißleine und stoppten die Produktion des Roadsters im elsässischen Hambach nach 43.000 Exemplaren. Da standen noch so viele Autos auf dem Hof, dass es Monate dauern sollte, bis alle einen neuen Besitzer gefunden hatten.
Fünf Jahre später steht fest: der Smart Roadster ist Kult und hat das Zeug zum Klassiker. Seine Besitzer hegen und pflegen ihren puristischen „Flachmann“. Dem Kult-Phänomen hat sich Bernhard Reichel in seinem Buch „Der Smart Roadster. Eine Hommage“ angenommen. Auf 172 Seiten mit mehr als 140 farbigen, teils unveröffentlichten Fotos beschäftigt er sich bis ins Detail mit diesem außergewöhnlichen Sportwagen – inklusive aller Sondermodelle und Auflistung der technischen Daten. Auch die Fans kommen zu Wort – darunter ein Rollstuhlfahrer, der sein Gefährt kurzerhand auf den Beifahrersitz platziert oder es am Heck verzurrt. Wer ihn hat, der liebt ihn eben...
Die bibliographischen Angaben:
Bernhard Reichel: Der Smart Roadster. Eine Hommage. Wien: Verlag Brüder Hollinek 2010. 177 S., über 140 farb. Abb. ISBN 978-3-85119-322-0.
49 Euro (D und A) / 63,90 sFr (CH)
Die bibliographischen Angaben:
Bernhard Reichel: Der Smart Roadster. Eine Hommage. Wien: Verlag Brüder Hollinek 2010. 177 S., über 140 farb. Abb. ISBN 978-3-85119-322-0.
49 Euro (D und A) / 63,90 sFr (CH)
© Fotoquelle / Bildrechte: Daimler, Hollinek Verlag

TERMINE
| 05.02.2012 Classic-Stammtisch | |
| 09.02-12.02.2012 18. AvD-Histo-Monte | |
| 12.02.2012 LOVE BUGS PARADE 2012 | |
| 17.02-18.02.2012 Aflenzer Winterclassic | |
| 02.03-04.03.2012 Antwerp Classic Salon 2012 | |
| 15.03-15.10.2012 42. Int. Zielfahrt nach Steyr |
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