| Cadillac à la Pininfarina: das Coupé Jaqueline von 1961. |

Pininfarina-Cadillac zu ersteigern
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 27. Januar 2011
50 Jahre nach ihrer Präsentation wird Jacqueline genau dort versteigert, wo sie erstmals im Rampenlicht stand: im Grand Palais in Paris. Pinifarina präsentierte beim Autosalon seine neueste Variante eines Cadillac: das Cadillac Brougham ‘Jacqueline’ Coupé, benannt nach der amerikanische Präsidenten-Gattin und Stilikone Jacqueline Kennedy-Bouvier.
Schon zuvor hatte Pininfarina einige wenige Autos auf Cadillac-Basis kreiert, so das 'Skylight' Coupé and Cabrio (beide 1958) und das 'Starlight' Coupé (1959) – letzteres das einzige, das neben Jacqueline überlebt hat. Mit einem Cadillac hat der Wagen mit dem schlichten Design auf den ersten Blick wenig gemein, einzig die Fronthaube ziert die normale Cadillac-Krone – Pininfarina hatte kaum etwas aus der Serienproduktion verwendet. Und: Jacqueline war immobil – sie hatte kein Motor, kein Getriebe, keine Lenkung, keine Aufhängung. Einen Antrieb hatte Pininfarina nicht vorgesehen.
So kam das Coupé schließlich ins Pinnfarina Museum nach Turin, wo es die nächsten 30 Jahre verbrachte und nur selten der Öffentlichkeit gezeigt wurde. Mitte der 1990er Jahre kaufte Alain Dominique Perrin, Präsident von Cartier, die Stil-Schönheit. Und machte das Coupé erstmals fahrbereit. Und das war ziemlich aufwändig: Mit Hilfe eines Cadillac Eldorado Biarritz Chassis von 1960 und ein 6,4 Liter V8-Motor von 1959 inklusive eines Viergang-Automatik-Getriebes konnte Jaqueline nun auch auf die Straße. Das Interieur von Pininfarina, inklusive der Einzelsitze, wurde komplett erhalten.
| „La Petite Royale”: Bugatti Type 46 Faux Cabriolet von 1930 mit Veth & Zoon-Karosserie. |
Am 5. Februar 2011 kommt Jaqueline unter den Hammer, Bonhams erwartet einen Erlös von 200.000 bis 300.000 Euro. Weitere Highlights der knapp 100 Klassiker umfassenden Bonhams-Auktion in Paris sind „La Petite Royale” – ein Bugatti Type 46 Faux Cabriolet von 1930 mit Veth & Zoon-Karosserie (Schätzpreis 500.000 – 600.000 Euro), ein Porsche Rennwagen Typ 906 Carrera von 1966 (Schätzpreis 600.000 – 700.000 Euro), ein Alfa Romeo 6C 1750 Spyder Supersport von 1929 (Schätzpreis 750.000 – 950.000 Euro) und ein 1937 Mercedes-Benz 540 K Cabriolet C von 1937 (Schätzpreis 450.000 – 600.000 Euro).
| Alfa Romeo 6C 1750 Spyder von 1929 und Porsche Typ 906 Carrera von 1966. |
© Fotoquelle / Bildrechte: Bonhams
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