Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 20. Oktober 2011
Bonhams hat bei seiner Auktion bei der Classic Motorcycle Mechanics Show in Stafford am 16. Oktober 2011 insgesamt 1,7 Millionen Pfund eingenommen; 84 Prozent der Lose wurden versteigert.
Den erwarteten Rekord für das teuerste Motorrad der Welt erreichte das vorab angekündigte Highlight, die Brough Superior SS100 aus dem Jahre 1929, nicht. Die unter dem Namen Moby Dick bekannte Maschine brachte 210.500 Pfund (251.765 Euro) – bei einem Schätzwert von 240.000 bis 280.000 Pfund (287.000 bis 385.000 Euro) hatten Experten im Vorfeld mit einem Erreichen der Rekordgrenze von 300.000 Pfund gerechnet.
Die Brough Superior SS100 von 1929 erzielte 210.500 Pfund (251.765 Euro) – und blieb damit unter den Erwartungen, einen neuen Rekord zu setzen.
Moby Dick wurde 1931 von dem Fachmagazin Motor Cycling getestet und erreichte dabei eine damals sensationelle Höchstgeschwindigkeit von 170km/h. Die gewaltige Leistung der Brough ging auf die Sonderwünsche des Erstbesitzers zurück. Die Maschine errang 1937 beim BMCRC-Rennen in Brooklands sogar den Sieg, wanderte im Laufe der Jahre durch einige Sammlerhände und wurde 1998 komplett restauriert.
Drei weitere Brough Superiors brachten respektable Ergebnisse: die 980cc SS80 von 1924 mit 100.500 Pfund (120.200 Euro), die Black Alpine 680 von 1930, ein Restaurationsobjekt, mit 40.550 Pfund (48.500 Euro) und die 11-50 von 1933 mit 34.500 Pfund (41.260 Euro.)
Weitere bemerkenswerte Ergebinisse: Minerva 4½hp V-Twin von 1906 (26.450 Pfund / 31.635 Euro), Douglas 2¾hp Model D von 1911 (18.400 Pfund / 22.000 Euro), Matchless 498cc G45 von 1953 (36.700 Pfund/ 43.895 Euro), BSA 500cc Gold Star von 1955 – ein Scheunenfund zum Restaurieren (8.280 Pfund / 9.900 Euro), Kawasaki 500cc Mach III/H1 von 1969 (12.650 Pfund / 15.130 Euro), Triumph X75 Hurricane von 1972 (24.150 Pfund / 28.885 Euro) und eine 1979 Ducati 864cc Mike Hailwood Replica (12.075 Pfund / 14.442 Euro).