| Kommt unter den Hammer: Der Aston Martin DB 5 aus dem 007-Abenteuer „Goldfinger“. |

James Bonds Dienstwagen unterm Hammer
Autor/Redaktion: Uschi Kettenmann · 20. Juli 2010
Gerade ist bekannt geworden, dass James Bond in absehbarer Zeit nichts zu tun bekommt – aus Kostengründen bleibt das Drehbuch für das 23. Bond-Abenteuer in der Schublade der finanziell angeschlagenen MGM-Studios.
Dafür entschädigt RM Auctions Bond-Fans mit der Nachricht, dass sein Dienstwagen aus dem 007-Abenteuer „Goldfinger“ von 1964 im Herbst unter den Hammer kommt. Der Wagen hat es zu ebensolcher Berühmtheit gebracht wie sein Fahrer.
Der Aston Martin DB 5 mit dem 286 PS starken 4 Liter-Sechszylinder und den extravaganten Extras war ein rasendes Bollwerk. Im Film hat „Q“ den Wagen zum ersten Mal mit einer Reihe von Agenten-Sonderausstattungen aufgerüstet – in Wirklichkeit war es Spezialeffekte-Spezialist und Oscar-Gewinner John Stears.
Nebelerzeuger, ausfahrbare Rammböcke und Reifenschlitzer, ausfahrbarer Kugelfang, Radarverfolgungssystem, Nagelwerfer, Maschinengewehre hinter den Blinkern und natürlich ein Schleudersitz – das silberfarbene Coupé hatte alles, damit James Bond alias Sean Connery Superschurken Auric Goldfinger alias Gert Fröbe den Garaus machen konnte.
Bei den Dreharbeiten wurden damals zwei DB5 eingesetzt, für die anschließende Promotiontour wurden noch zwei weitere Wagen entsprechend umgerüstet. Die letzteren beiden sind heute in festen Sammlerhänden in USA und den Niederlanden. Eines der beiden Filmautos wurde 1997 gestohlen, es ist bis heute verschollen.
Der Überlebende mit der Originalkennung FMP 7B spielte 1965 noch in „Feuerball“ mit und verblieb anschließend zunächst bei Aston Martin. 1969 kaufte ihn der amerikanische Radiosprecher Jerry Lee für 12.000 Pfund. In den 1970ern tauchte er bei verschiedenen Ausstellungen auf, seit 1977 war er bis auf zwei Ausnahmen in Lees Garage den Blicken der Öffentlichkeit entzogen. Ansonsten wurde der Wagen mit der dunkelgrauen Lederausstattung im Originalzustand belassen.
Der Überlebende mit der Originalkennung FMP 7B spielte 1965 noch in „Feuerball“ mit und verblieb anschließend zunächst bei Aston Martin. 1969 kaufte ihn der amerikanische Radiosprecher Jerry Lee für 12.000 Pfund. In den 1970ern tauchte er bei verschiedenen Ausstellungen auf, seit 1977 war er bis auf zwei Ausnahmen in Lees Garage den Blicken der Öffentlichkeit entzogen. Ansonsten wurde der Wagen mit der dunkelgrauen Lederausstattung im Originalzustand belassen.
| Die Lederausstattung ist noch im Originalzustand. |
Nun hat Lee sich entschlossen, den Wagen zu Gunsten der von ihm gegründeten "The Jerry Lee Foundation“ unter den Hammer bringen zu lassen. Die Stiftung kümmert sich um Armutsbekämpfung und Kriminalitätsprävention. Nur 30.000 Meilen hat „FMP 7B“ auf dem Tacho. RM hat den Wagen nach der langen Standzeit im April/Mai 2010 behutsam technisch überholen lassen und wieder in voll fahrtüchtigen Zustand versetzt. Und natürlich funktioniert auch die komplette 007-Agentenausstattung – bis auf die Maschinengewehre: sie sind Attrappen.
Dass RM den DB5 ausdrücklich als „echten“ Bond-Wagen bezeichnet, ist ein kleiner Seitenhieb auf die Konkurrenz. Im Mai hatte Bonhams einen DB4 als James Bond-Wagen versteigert. Der Wagen war allerdings nicht im Film eingesetzt, sondern im Vorfeld als Versuchskaninchen für die Special Effects verwendet worden. Der Scheunenfund erbrachte 84.000 Pfund (rund 100.000 Euro). Da erwartet RM bei der Automobiles of London-Auktion am 27. Oktober 2010 in Battersea einiges mehr: Das Auktionshaus hat einen Schätzpreis von 3,5 Mio. Pfund (ca. 4,1 Mio. Euro) angesetzt.
Dass RM den DB5 ausdrücklich als „echten“ Bond-Wagen bezeichnet, ist ein kleiner Seitenhieb auf die Konkurrenz. Im Mai hatte Bonhams einen DB4 als James Bond-Wagen versteigert. Der Wagen war allerdings nicht im Film eingesetzt, sondern im Vorfeld als Versuchskaninchen für die Special Effects verwendet worden. Der Scheunenfund erbrachte 84.000 Pfund (rund 100.000 Euro). Da erwartet RM bei der Automobiles of London-Auktion am 27. Oktober 2010 in Battersea einiges mehr: Das Auktionshaus hat einen Schätzpreis von 3,5 Mio. Pfund (ca. 4,1 Mio. Euro) angesetzt.
| „FMP 7B“ befindet sich in fahrtüchtigem Zustand. |
Bevor Bonds Dienstwagen möglicherweise dann wieder bei einem Sammler in der Garage verschwindet, wird er bei einigen Klassikerveranstaltungen noch mal präsentiert. Darunter auch in Deutschland: bei den Classic Days auf Schloss Dyck vom 31. Juli bis 1. August 2010.
© Fotoquelle / Bildrechte: RM Auctions/Shooterz, Darin Schnabel, Aston Martin
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